Ausschuss will sich Zeit lassen Wasserpreis-Anhebung in Vörden wird wohl verschoben

Die Anlagen und Messgeräte im Wasserwerk in Vörden wurden den neuen Gemeinderatsmitgliedern in dieser Woche vorgestellt. Foto: Marcus AlwesDie Anlagen und Messgeräte im Wasserwerk in Vörden wurden den neuen Gemeinderatsmitgliedern in dieser Woche vorgestellt. Foto: Marcus Alwes

Neuenkirchen-Vörden. Die lange ins Auge gefasste und von vielen Ortspolitikern zu Januar 2017 erwartete Erhöhung der Wasserpreise in Vörden wird es nun doch wohl nicht geben. Entsprechende Satzungsbeschlüsse waren zuletzt kurzfristig von der Tagesordnung des öffentlichen Teiles der Wasserwerk-Ausschusssitzung gestrichen worden.

Damit gilt es auch als unwahrscheinlich, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung am 12. Dezember noch eine Erhöhung von Wassergebühren und Beiträgen für 2017 auf den Weg bringen wird.

„Eine Anhebung wird wohl erst zum Kalenderjahr 2018 ein Thema werden“, erklärte der neue Ausschussvorsitzende Hermann Schütte (SPD) auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Begründung sei einfach: Die neuen Gemeinderatsmitglieder sollen sich in Ruhe in das komplexe Thema einarbeiten können. Vor allem auch, weil es gerade im zuständigen Fachausschuss eine Reihe neuer Mitglieder gebe. „Da macht es Sinn, dass wir Beschlussfassungen nicht über das Knie brechen“, so Schütte.

Zur Einarbeitung werde auch gehören, sich „verschiedene Arten von Bewirtschaftungen in der Region anzuschauen“, verdeutlichte der Ausschussvorsitzende. Das von ihm geführte Gremium wolle deshalb auch andere Wasserwerke besuchen – in der Nähe von Bersenbrück, in Holdorf und bei Vechta.

4789,10 Euro Überschuss

Am Donnerstagabend hatten die Ausschussmitglieder zunächst das Wasserwerk an der Hinnenkamper Straße in Vörden – einen Eigenbetrieb der Gemeinde – mehr als eine Stunde lang genau unter die Lupe genommen. Begleitet wurden die sieben Ratsmitglieder durch Verwaltungsvertreter um Bürgermeister Ansgar Brockmann. Für den seit einigen Monaten mit der Wartung des Wasserwerkes beauftragten Wasserverband Bersenbrück führte das Trio Ludger Ratermann, Frank Krüsselmann und Reinhard Wessling die Kommunalpolitiker durch die Räume und Anlagen.

Später – wieder zurück im Rathaus – stellte zudem der Steuerberater Jens Breuer den Kommunalpolitikern den Jahresabschluss 2015 für das Wasserwerk Vörden vor. Es wurde ein geringer Überschuss erzielt – 4789,10 Euro.


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