Baubeginn bei „Joliente“ Kaffeerösterei mit Café im Niedersachsenpark

Von Ilona Uphaus

Den offiziellen ersten Spatenstich für die Kaffeerösterei setzten Matthias Meyer (von links), Ulrich und Henning Schmidt sowie Uwe Schumacher gemeinsam. Foto: Ilona UphausDen offiziellen ersten Spatenstich für die Kaffeerösterei setzten Matthias Meyer (von links), Ulrich und Henning Schmidt sowie Uwe Schumacher gemeinsam. Foto: Ilona Uphaus

Rieste/Neuenkirchen-Vörden. Rege Bautätigkeit im Niedersachsenpark neben Adidas: Die Firma Joliente hat mit dem Bau einer Kaffeerösterei mit Café begonnen.

Zum offiziellen Spatenstich trafen sich am Montag die Firmeninhaber Ulrich und Henning Schmidt mit Matthias Meyer (Vertrieb und Marketing) und Uwe Schumacher (Geschäftsführer) vom Niedersachsenpark vor Ort an der Kreisgrenze auf Riester Gebiet. Das anschließende Informationsgespräch fand in den Räumen der Niedersachsenpark-GmbH auf Neuenkirchen-Vördener Gebiet statt. Es sei „erklärtes Ziel, neue Absatzmärkte zu erschließen“, sagte Ulrich Schmidt und erklärte weiter: „Gastronomie bietet sich aufgrund der Standortsituation an“. Viele Jahre hat er als Vertriebsmitarbeiter bei einem großen Kaffeeanbieter gearbeitet, bevor er sich 2007 zusammen mit seinem Kollege Christian Cramer selbstständig machte. An den beiden reinen Vertriebs-Standorten für Kaffee, Kaffeemaschinen, Zubehör und Service in Detmold und Neuenkirchen bei Bramsche arbeiten rund 20 Mitarbeiter. Zu den rund 2000 Kunden gehören Bäckereien, Kantinen, Restaurants und andere Einrichtungen. Auf der 4400 Quadratmeter großen Fläche im Niedersachsenpark entsteht ein 600 Quadratmeter großes Gebäude.

Ausbildung in einer Kaffeerösterei

Henning Schmidt absolvierte eine Ausbildung in einer Hamburger Kaffeerösterei und fungiert jetzt als Geschäftsführer. Neben ihm wird ein zweiter Röstmeister im Niedersachsenpark tätig sein. Vor rund eineinhalb Jahren sei in Neuenkirchen/Br. eine Röstmaschine angeschafft worden, berichtete er. Nach den ersten Probeläufen sei die Idee für eine eigene Rösterei entstanden. Als Gemeinschaftsprojekt hat der neue Produktionsstandort für Premium-Kaffee im Niedersachsenpark erstmals auch einen gastronomischen Bereich und zwar mit „Event-Charakter“, so Ulrich Schmidt, denn Besucher können direkten Einblick in die Arbeitsabläufe bei der Röstung nehmen. „Hier wird schonend geröstet, damit sich mehr Aromen ausbilden“, erklärte Henning Schmidt. Das habe nichts mehr mit industrieller Fertigung zu tun. „Das ist Handwerk“, betonte Ulrich Schmidt.

Anlaufpunkt für Veranstaltungen

Niedersachsenpark-Geschäftsführer Uwe Schumacher freute sich über den Zuwachs im Park auch ein wenig eigennützig. Im „Eingangstor zum Industriebereich“ des Gewerbeparks habe er immer gehofft, Gastronomie ansiedeln zu können, um so auch einen Anlaufpunkt für eigene Veranstaltungen zu haben. Mit Hinweis auf den soeben erlebten starken Verkehr durch den Niedersachsenpark, darunter viele auswärtige Kennzeichen, machte er sich um mangelnde Kundschaft wenig Sorgen. Ulrich Schmidt sah hier ebenfalls „ganz viel Potential“. Kaffee sei außerdem nach Erdöl das zweitgrößte wirtschaftliche Handelsgut weltweit, berichtete er.

Je nach Volumen könne die Firma demnächst auch individuellen Kaffee herstellen, zum Beispiel für eine Event-Auflage, erklärte Ulrich Schmidt. Vielleicht wird es ja irgendwann auch echten „Niedersachsenpark-Kaffee“ geben.