Herbert Staas im Interview Vördener Jubiläum: „Bestätigung der immensen Fleißarbeit“

Herbert Staas gehört zu den führenden Verfassern der neuen Ortschronik. Foto: Marcus AlwesHerbert Staas gehört zu den führenden Verfassern der neuen Ortschronik. Foto: Marcus Alwes

Neuenkirchen-Vörden. Das große, dreitägige Festwochenende steht vor der Tür. Vörden feiert sein 675-jähriges Jubiläum. Auf die unlängst erfolgte Veröffentlichung der 750 Seiten starken Chronik zur Ortsgeschichte folgen jetzt unter anderem Sternmarsch und Festumzug.

Einer, der sich besonders darauf freut, ist der Vördener Herbert Staas. Der 69-Jährige hatte sich zuletzt zusammen mit Manfred Stahl und einem 14-köpfigen Team große Verdienste um die Erstellung der neuen Ortschronik erworben.

Herr Staas, wie groß ist Ihre Aufregung vor den Feierlichkeiten?

Eine ausgewiesene Vorfreude ist schon zu spüren. Das, was geplant worden ist, konnte bislang sehr gut umgesetzt werden. Ich hoffe, dass die Bevölkerung uns an den drei Tagen solidarisch unterstützt. Und dass wir mit allen Vördenern und Gästen rund um den Dorfplatz harmonisch feiern können.

Worauf freuen Sie sich persönlich am allermeisten?

Da sind zwei Dinge. Zum einen der „Markt der Möglichkeiten“ am Samstag und Sonntag. Da gibt es wirklich ein unglaublich vielfältiges Angebot. Einen so großen Zuspruch hatte ich vorher nicht erwartet. Ich denke, viele Besucher werden positiv überrascht sein, wie facettenreich das Angebot ist. Gleichermaßen muss man natürlich auch den Ausstellern, die sich beteiligen, danken.

Und zum anderen?

Da freue ich mich besonders auf den Festumzug am Sonntagnachmittag. Nach dem ökumenischen Gottesdienst. Es ist wirklich erstaunlich, wie intensiv sich ganz viele Straßenzüge, Siedlungen und Verbände eingebracht haben . Da ist im Laufe der Zeit immer mehr Tempo reingekommen. Die Zuschauer werden überrascht sein. Es werden viele Motivwagen zu sehen sein, aber auch diverse Fußgruppen. Mehr möchte ich noch gar nicht sagen und verraten.

Das finden wir schade…

Einige Straßenzüge und Siedlungen haben aus ihren Aktivitäten selbst uns gegenüber ein Geheimnis gemacht. Also, auch ich habe längst noch nicht alles gesehen, was da vorbereitet worden ist. Es werden aber wohl mehr als 600 Menschen sein, die als Aktive am Umzug teilnehmen. Ich selbst werde auf dem Wagen des Bürgermeisters mitfahren dürfen. Dazu habe ich eine Einladung bekommen. Das hat mich sehr gefreut.

Die zum 675-jährigen Jubiläum veröffentlichte Chronik hat viel Lob erhalten. Hat Sie dieser Zuspruch der Bürger schon erreicht?

Ja. Aber ich bin doch sehr überrascht, dass die Chronik so über Erwarten gut aufgenommen wurde . Ich empfinde es als eine Bestätigung der immensen Fleißarbeit des gesamten Chronik-Teams. Wir haben in dem Werk ganz bewusst nicht nur einen Text an den nächsten gereiht, sondern viel Wert auf Bebilderung und klare Strukturen gelegt. Das war uns bei der Erstellung ein wichtiges Anliegen. 1000 Exemplare haben wir bisher anfertigen lassen. Ich würde mir wünschen, dass wir noch nachdrucken müssen.

Können interessierte Bürger die Chronik während der Festtage erwerben?

Natürlich. Wir haben am Samstag und Sonntag im großen Festzelt einen Stand, der durchgehend besetzt ist. Die Chronik kostet 24,50 Euro. Und sie ist ganzjährig auch ein prima Geschenk für alle festlichen Anlässe.


Mit einem Festakt wird am heutigen Freitag, 19. August 2016, um 19.30 Uhr das Ortsjubiläum „675 Jahre Flecken Vörden“ feierlich eröffnet. Die Moderation im großen Festzelt, das bis zu 600 Personen Platz bietet, übernimmt dabei der ehemalige Radio- und Fernsehjournalist Ludger Abeln. Grußworte an die Gäste werden Bürgermeister Ansgar Brockmann und Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies richten. Danach steigt eine kurze Podiumsdiskussion. Die Musik währende der Feierstunde steuern die Feuerwehrkapelle Vörden sowie der Männergesangverein bei.

Fortgesetzt wird das Jubiläumsfest dann am morgigen Samstag ab 9.30 Uhr mit dem großen „Markt der Möglichkeiten“, einem Musikprogramm auf mehreren Bühnen und diversen Straßenkünstlern. Um 11 Uhr starten zudem Postkutschen-Rundfahrt und die Dampfeisenbahn. Um 12 Uhr treffen die Oldtimer ein.

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