Besitzer Hoppe bittet um Rückgabe Wer hat in Vörden-Wittenfelde das Gewehr geklaut?

Dem „Wachmann“ an der „Zollstation“ bei Vörden-Wittenfelde wurde seine „Dienstwaffe“ von Unbekannten entwendet. Foto: Marcus AlwesDem „Wachmann“ an der „Zollstation“ bei Vörden-Wittenfelde wurde seine „Dienstwaffe“ von Unbekannten entwendet. Foto: Marcus Alwes

Neuenkirchen-Vörden. An der noch jungen „Zollstation“ in Wittenfelde haben Unbekannte das Gewehr des einzigen dort postierten „Wachmannes“ entwendet. Wenige Tage vor dem 675-jährigen Ortsjubiläum des Fleckens Vörden, zu dem die Bauerschaft an der Landesstraße 78 gehört.

„Es ist doch schade, wenn unser Grenzposten da so ganz ohne eine Flinte steht“, sagt der Besitzer der historischen Waffe, Heinrich Hoppe, mit einer Mischung aus Bedauern und schelmischem Lächeln . Er hatte den Wachmann – zugegeben: eine in Schwarz gekleidete Puppe – mit dem besagten, nicht mehr funktionsfähigen Gewehr ausgestattet. Als nämlich das liebevoll gestaltete Zollhäuschen , das an frühere Zeiten erinnern soll, samt Schlagbaum von Anwohnern direkt an der Ortsgrenze von Wittenfelde zu Bramsche-Lappenstuhl für die Wochen rund um die Jubiläumsfeierlichkeiten aufgestellt worden war.

Waffe nicht mehr funktionstüchtig

Hoppe, ein kommunalpolitisch engagierter Schulpastor und Gefängnisseelsorger, bittet die Diebe „um die Rückgabe des Gewehres, denn es ist ein Sammlerstück“ . Deshalb hätte er es auch gerne zurück. „Am besten, der Unbekannte stellt es einfach wieder an den Grenzposten zurück“, appelliert er an die Einsicht des Diebes.

Mit der alten Waffe könne übrigens wohl niemand einen Schaden anrichten, sagt Hoppe – und wird ernst. „Das Gewehr ist direkt nach Kriegsende von Soldaten der Alliierten so verbogen und deformiert worden, dass damit nicht mehr geschossen werden kann“, erläutert der Vördener.


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