Nähen im Kindergarten St. Elisabeth Aus dem Kurs wurde in Neuenkirchen-Vörden ein Café

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Zur Einweihung des Nähcafés im Kindergarten St. Elisabeth kam Bürgermeister Ansgar Brockmann vorbei. Foto: Ilona UphausZur Einweihung des Nähcafés im Kindergarten St. Elisabeth kam Bürgermeister Ansgar Brockmann vorbei. Foto: Ilona Uphaus

  Neuenkirchen-Vörden. Einen Nähkurs hatten sich einige Eltern im Kindergarten St. Elisabeth in Vörden gewünscht. Doch daraus wurde mehr.

Die offizielle Eröffnung des zweiten Nähcafés der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden fand jedenfalls in dieser Woche statt.

Im Obergeschoss des Kindergartens treffen sich Mütter mit kleinen Kindern und ein paar Großmütter, um gemeinsam zu nähen oder zu stricken. Vera Pohlmann, die schon häufig Vördener Frauen zum im März 2015 eröffneten Nähcafé nach Neuenkirchen mitgenommen hat, kümmert sich jetzt federführend um das neue Angebot in Vörden. Öffnungszeiten hier immer dienstags von 8.15 bis 10.15 Uhr. Bei diesen Treffen „kommen immer mehr Ideen“, so Vera Pohlmann. So sei die Gruppe auch zum Pfarrfest eingeladen worden.

Kindergartenleiterin Mechthild Bergmann sprach von „alten Kulturtechniken“ und Erfahrungen, die hier an die nächste Generation weitergegeben würden. Sie freute sich, dass mehrere Altersgruppen voneinander lernten und „Hand in Hand arbeiten“. So reichte die Altersspanne von den Allerkleinsten bis über 80 Jahre.

Familienberaterin Mechthild Mertens vom Kindergarten St. Elisabeth hatte mit ihrer Initiative für ein Nähcafé „überall offene Türen eingerannt“ . Im Personalraum der Einrichtung sind nun sowohl Nähmaschinen als auch Stoffe eingelagert. Dieses Angebot „baut Scheu und Vorurteile ab“, gleichzeitig verbessere sich die Sprache, war sich Integrationsbeauftragte Katharina Schulz sicher.

Als einziger Mann in der Runde zeigte sich Bürgermeister Ansgar Brockmann begeistert, dass sich die Einrichtung „immer mehr zu einer allgemeinen Begegnungsstätte mausert“. Mit „ganz großem Respekt“ freute er sich über die „engagierten Menschen“ , die sich darum kümmern. Das sei „Integration pur“.


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