Ab 7. März geöffnet Soziales Kaufhaus in Neuenkirchen eingeweiht

Von Hans Schmutte


Neuenkirchen-Vörden. Die Vorsitzende des Sozialdiensten katholischer Frauen (SkF), Waltraud von Laer, hatte am Freitag zur Einweihung des mittlerweile vierten „Kleinen Kaufhauses“ im Landkreis Vechta eingeladen. In den Räumlichkeiten des ehmaligen Textilgeschäfts Oevermann in Neuenkirchen, Bahnhofstraße 6, hat es ab Montag, 7. März regelmäßig geöffnet.

Marion Tepe ist die Leiterin des „Kleinen Kaufhauses“ und als einzige fest angestellt. Sie wird bisher von 27 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen unterstützt. Weitere Hilfe wird insbesondere für die Nachmittagstunden noch benötigt.

Nachfrage wächst

Ziel der „Kleinen Kaufhäuser“, oft auch Soziales Kaufhaus genannt, ist es, gute, gebrauchte Gegenstände nicht im Müll landen zu lassen, sondern sie weiter zu geben. Die Nachfrage nach gut erhaltenen Konsumgütern wächst nach Angaben des SkF ständig. Zu den Kunden zählten nicht nur finanziell schwache Bürger, sondern jedermann könne hier gut und günstig kaufen.

Bedürftige bekommen allerdings noch einmal einen Rabatt von 30 Prozent. Das Warensortiment umfasst Bekleidung vom Ballkleid über Kinderkleidung bis hin zur Outdoorkleidung, Schuhe, Bücher, Spielsachen und Haushaltswaren. Alle angebotenen Gegenstände werden von den Bürgern gespendet. Die „Kleinen Kaufhäusern“ nehmen sie entgegen. Wenn erforderlich werden sie gereinigt und aufbereitet. Gute Ware geht in den Verkauf, ansonsten findet eine anderweitige Verwertung statt.

Waltraud von Laer bedankte sich in ihrer Rede bei den Eigentümern des Hauses, der Familie Escher, für die guten Mietbedingungen. Der Anstoß für die Einrichtung eines „Kleinen Kaufhauses“ in Neuenkirchen-Vörden kam von der Gemeinde, die auch gleich die Idee für passende Räumlichkeiten hatte.

Viele Helfer

Die Tischler Timper, Schnäker und der Raumausstatter Hamm halfen selbstlos bei der Einrichtung. Ein besonderer Dank ging an die ehrenamtlichen Helfer, die dem „Kleinen Kaufhaus“ zu dem positiven Erscheinungsbild verholfen haben.

Pfarrer Heiner Zumdohme freute sich, dass hier Menschen über die Konfessionsgrenzen zusammen arbeiten und Gutes bewirken. Pastor Kurt Paesler wies darauf hin, dass durch den kleinen Geldbetrag, der für die Waren bezahlt werden muss, der Almosencharakter entfällt und somit auch die Hemmschwelle, hier überhaupt einzukaufen. Die Einweihung wurde von den beiden Geistlichen gemeinsam vorgenommen.

Grußworte sprachen Nicole Karadag, Ratsmitglied in Neuenkirchen-Vörden und Martin Pohlmann für den Landescaritasverband in Oldenburg.

Musikalisch begleitete Svetlana Eiswein die Veranstaltung. Für das Lied „Goßer Gott wir loben Dich...“ hatte sie allerdings keine Noten. So griff Pfarrer Zumdohme kurzerhand in die Tasten. Das brachte ihm ein Jobangebot seines evangelischen Kollegen ein, der ihn sofort als Organist engagieren wollte.