Offenbar Start in den Wahlkampf Torfabbau in Campemoor bleibt im Rat Streitpunkt

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Der Torfabbau in der Bauernschaft Campemoor und das Landesraumordnungsprogramm beschäftigen weiterhin den Gemeinderat. Foto: Marcus AlwesDer Torfabbau in der Bauernschaft Campemoor und das Landesraumordnungsprogramm beschäftigen weiterhin den Gemeinderat. Foto: Marcus Alwes

Neuenkirchen-Vörden. Ratsherr Rainer Duffe (CDU) sparte nicht mit Kritik am niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, das von Bündnis 90/Die Grünen geführt wird. „Die Bürgerrechte werden mit Füßen getreten“, sagte Duffe mit Blick auf den inzwischen zweiten Entwurf eines neuen Landesraumordnungsprogrammes (LROP).

„Wir haben uns sehr intensiv damit beschäftigt“, so der Kommunalpolitiker aus der Bauerschaft Campemoor, „und das vorgelegte Kartenwerk ist immer noch sehr undeutlich.“

Zweiter LROP-Entwurf

Den Moorbauern um Duffe schmeckt das neue Papier der rot-grünen Landesregierung weiterhin nicht. Das machte der Unions-Politiker während der jüngsten Gemeinderatssitzung in Neuenkirchen-Vörden in seiner Stellungnahme deutlich. Immer noch dreht sich der Streit um den Umfang eines künftigen Torfabbaus und dessen Folgen für die örtlichen Landwirte. Der zweite LROP-Entwurf des Ministeriums sieht dabei zwar nur noch einen sanften Ausstieg aus dem Torfabbau vor , der sogar in einem gemeinsamen Konzept von Naturschutzbund und Torfwirtschaft erarbeitet worden ist, doch Duffe und die Landwirte sind verärgert.

„Den LROP-Entwurf kann man so nicht akzeptieren“, sagt auch FDP-Ratsherr Rainer Oesting. Josef Schönfeld (Wählergemeinschaft IGNV) hat weiterhin „Bedenken, dass es bei einigen Grundstücken immer noch zu Wertverlusten kommt.“ Und in der Verwaltungsspitze der Gemeinde spricht Bürgermeister Ansgar Brockmann nicht mehr – wie noch Ende November – von einem „klassischen Kompromiss“, sondern inzwischen auch wieder von einem „immer noch gefährlichen Papier für Campemoor“ .

SPD-Ratsherr Hermann Schütte wittert unterdessen eine Menge Polemik bei Union, Liberalen und IGNV, teilt aber selbst ebenfalls ganz kräftig aus. „Geschwafel der CDU“, ruft er Duffe zu. Und der Bürger? Der bemerkt schnell: Der Kommunalwahlkampf 2016 hat offenbar begonnen.


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