Ehrenamtliche Helfer gesucht Kleines Kaufhaus in Neuenkirchen soll im März öffnen

Von Marcus Alwes


Neuenkirchen-Vörden. Das Kleine Kaufhaus an der Bahnhofstraße 6 soll im März 2016 öffnen. Das haben die verantwortlichen Planerinnen des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF) bei einer Zusammenkunft von Interessierten in Neuenkirchen-Vörden hervorgehoben. Voraussetzung ist aber, dass sich bis dahin genügend ehrenamtliche Helfer für das Projekt finden.

„Wir bieten Kleine Kaufhäuser seit fünfeinhalb Jahren in Vechta, seit anderthalb Jahren in Damme und seit einem halben Jahr in Steinfeld an“, sagt Waltraud von Laer, Vorsitzende des Sozialdienstes Katholischer Frauen Vechta, „es funktioniert ganz fantastisch.“ Gerne sei ihre Organisation deshalb der Bitte der Gemeindeverwaltung aus Neuenkirchen-Vörden nachgekommen, eine entsprechende Einrichtung auch für die 8300-Einwohner-Gemeinde zu planen (unsere Redaktion berichtete). Sie soll nun im Ortsteil Neuenkirchen realisiert werden, im früheren Textilgeschäft Oevermann.

Ganz bewusst nenne die SkF das Projekt auch Kleines Kaufhaus und nicht – wie andere Betreiber vielerorts – Soziales Kaufhaus, erläuterte von Laer. „Die Frauen und Männer, die bei uns einkaufen, sind für uns Kunden und nicht Bittsteller“, so die Vorsitzende weiter. Grundsätzlich seien die Kleinen Kaufhäuser dabei „offen für jeden“. Die Funktion der Verkäuferinnen übernehmen ehrenamtliche Helferinnen, eine hauptamtliche Leiterin („eine Halbtagsstelle“) führe das jeweilige Team. Dieses sei vor allem für die Sortierung und die Auszeichnung der Ware, die Beratung der Kunden und das Kassieren zuständig. „Ab und zu ein mithelfender Mann, ist auch nicht schlecht“, so von Laer mit einem Lächeln. Gerade auch, weil es gelegentlich auch die eine oder andere schwere Kiste zu tragen gebe.

Das Kleine Kaufhaus nehme dabei nur gespendete Ware an. „Wir bringen dann die gute gebrauchte Kleidung wieder unter die Leute. In unseren Läden hängen saubere und vernünftige Sachen“, erklärte von Laer. Und für bedürftige Menschen, die als Kunden und Käufer kämen, gebe es Rabattpreise. „30 Prozent, bei einem entsprechenden Nachweis“, so die SkF-Sprecherin. Mögliche Verkaufsgewinne des Kaufhauses sollen für andere Betreuungs- und Beratungsprojekte ihrer Organisation verwendet werden.

Das Geschäft an der Bahnhofstraße wird einen größeren Verkaufsraum, zwei Räume zur Vorbereitung und Auszeichnung der Ware sowie einen Büro- und Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter umfassen. Kleinere Renovierungs- und Streicharbeiten seien dort noch vorzunehmen. Das Lager des Kaufhauses wird in der Nachbarschaft im früheren Schlecker-Laden (Große Straße) eingerichtet werden. „Ab Februar haben wir die Räume gemietet“, sagte von Laer, „eine Eröffnung im März ist also realistisch.“

Bei den Öffnungszeiten des Kaufhauses werde sich die SkF an der Größe des Helfer-Teams und dessen Möglichkeiten orientieren . Um täglich aufschließen zu können, seien insgesamt wohl 50 bis 60 Personen notwendig. „Aber in Steinfeld sind wir mit 25 Ehrenamtlichen gestartet“, so die Vorsitzende. Sie hofft nun, auf Meldungen von möglichst vielen Interessierten. Diese könnten sich an den Sozialdienst (Tel. 04441/92900) oder an die Gemeindeverwaltung in Neuenkirchen-Vörden (Katharina Schulz, Tel. 05493/987155) wenden.


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