Drei Stunden gemeinsam aktiv Flüchtlinge und Einheimische reiten in Neuenkirchen


fwen Neuenkirchen-Vörden. „Es war ein schöner Nachmittag, um die Flüchtlinge in unserer Gemeinde willkommen zu heißen“, sagte Kathrin Middendorf, die Vorsitzende des Fahr- und Reitvereins Neuenkirchen. Für rund drei Stunden hatten sie und ihre Mitstreiter etwa einhundert Kinder und Erwachsene aus Neuenkirchen-Vörden in die örtliche Reithalle eingeladen.

Der überwiegende Teil dieser Gäste waren Kriegsflüchtlinge , aber man habe Wert darauf gelegt, so Middendorf, auch anderen Kindern aus der Gemeinde die Chance auf einen schönen Nachmittag hoch zu Roß zu ermöglichen. Bei der „Auswahl“ hatten Martin Wiewerich und Katharina Schulz von der Gemeindeverwaltung geholfen – und auch die Einladung der Teilnehmer übernommen.

Die Idee, ein solches Treffen anzubieten, wurde geboren, als eine örtliche Zeitung über eine ähnliche Aktion berichtete. Die Vereinsmitglieder waren sich, so Middendorf, schnell darin einig, ebenfalls etwas für die Kriegsflüchtlinge tun zu wollen. Die Organisatorin Kerstin Dirla lobte folglich auch die hohe Hilfsbereitschaft der über dreißig Vereinsmitglieder, die bei der Durchführung der Reitveranstaltung mitgeholfen hatten. Ihr besonderer Dank galt aber auch den Pferdebesitzern, die ihre Tiere zur Verfügung stellten und auch mithalfen, für die Verpflegung aller Teilnehmer und Helfer zu sorgen.

Doch auch die Gäste kamen nicht mit leeren Händen , sondern brachten ebenfalls einige Leckereien mit. Überhaupt war Organisatorin Dirla hochzufrieden mit der Disziplin der zahlreichen Besucher – egal welcher Nationalität – während der Reitaktionen: „Kein Gedrängel oder Geschiebe. Im Gegenteil die Kinder haben sofort eine ordentliche Schlange gebildet und geduldig gewartet. bis jeder an der Reihe war.“ Darüber hinaus zeigte sie sich „sehr beeindruckt von der Höflichkeit und dem sehr rücksichtsvollen Umgang untereinander“. Kinder, die schon eine Runde geritten sind hatten, ließen beispielsweise anderen bereitwillig den Vortritt, bevor sie sich erneut anstellten.

Auch nach der Veranstaltung hätten viele der Gäste spontan beim Aufräumen mitgeholfen , um am Ende die Hallen in einem „besseren Zustand als vorher“ zurückzulassen, so Middendorf mit einem Lächeln. „Wir haben uns von unserer besten Seite gezeigt – und unsere Gäste auch“, lautete dann auch ihr Resümee. Und wer die vielen glücklichen Kindergesichter an diesem Nachmittag gesehen hatte und die vielen Dankesbekundungen der Teilnehmer erlebte, konnte ihr nur beipflichten, dass diese Veranstaltung durchaus ein voller Erfolg war.


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