Ein Jahr vor der Ratswahl 2016 IGNV in Vörden fühlt sich „viel besser mitgenommen“

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Neuenkirchen-Vörden. „Wir werden bei der IGNV nach den Sommerferien mit der gezielten Kandidatensuche beginnen“, kündigt der Fraktionsvorsitzende Josef Schönfeld an. Auch die Wählergemeinschaft aus Neuenkirchen-Vörden beginnt dann mit der Vorbereitung auf die Kommunalwahlen im Herbst 2016.

Ihre augenblicklichen vier Sitze im Gemeinderat wollen Schönfeld und seine Mitstreiter in der kommenden Ratsperiode „mindestens verteidigen“. Am liebsten würde die IGNV ihre Position in der Bürgervertretung sogar noch ausbauen, um entscheidender Einfluss nehmen zu können. „Wir wünschen uns natürlich auch, dass es keine absolute Mehrheit für die CDU gibt. Denn das wäre nicht gut für die Gemeinde“, so Schönfeld.

Bau- und Flächenpolitik

Vor allem bei Fragen der Bau- und Flächenpolitik sowie den Zukunftsplanungen für die kleinen Außenbereiche in Neuenkirchen-Vörden hält „seine“ Wählergemeinschaft im Rat mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Hier ist sie traditionell deutlich zu vernehmen. Und das dürfte auch bis zum Wahltag so bleiben – selbst wenn Schönfeld nicht vergisst zu unterstreichen, dass „wir die Schwerpunkte und Inhalte für unseren Wahlkampf erst noch festlegen werden“.

Gerne würde der Landwirt künftig auch bestimmte Sitzungen einzelner Ratsgremien (zum einen die des Finanzausschusses, zum anderen die des Bauausschusses bei diversen Grundstücksentscheidungen) öffentlich abhalten. „Damit hier die Beschlüsse oder Empfehlungen auch für interessierte Bürger nachvollziehbar und transparent sind“, so Schönfeld. Bisher hat die IGNV dafür im Kommunalparlament aber keine Mehrheit gefunden.

Lob für Brockmanns Art

„Sehr positiv“ sei in den Reihen der Wählergemeinschaft aber zuletzt registriert worden, dass unter dem neuen hauptamtlichen Bürgermeister Ansgar Brockmann immerhin „der Informationsfluss von der Verwaltung in Richtung aller gewählten Ratsmitglieder ganz deutlich verbessert worden sei“, betont der Fraktionsvorsitzende. „Wir fühlen uns viel besser mitgenommen als zuvor“, stellt Josef Schönfeld heraus: „Jetzt werden wichtige Dinge nicht mehr nur mit zwei, drei ausgewählten CDU-Ratsmitgliedern vorbesprochen.“ Die Arbeits- und Vorgehensweise des Bürgermeisters und Verwaltungschefs Brockmann sei – im positiven Sinne – „da ganz anders als die des Amtsvorgängers“.

Sollte sich übrigens für die IGNV ab dem Herbst 2016 im Gemeinderat die Frage stellen, in welcher Konstellation sie möglicherweise wem zu einer Mehrheit verhilft, werde entscheidend sein, „welche Leute dann für die jeweilige Partei in den Rat gekommen sind“ . Schönfeld will also eher nach Köpfen und deren Charakteren entscheiden – und erst in zweiter Linie nach einem Parteinamen.

Wie sich seine eigene Fraktion dann personell zusammensetzen wird, vermag er unterdessen noch nicht zu sagen. „Es ist natürlich auch für uns nicht einfach, Kandidatinnen und Kandidaten für den Rat zu finden“, betont er. Mit sieben Bewerbern war seine Gruppierung bei der vergangenen Kommunalwahl in Neuenkirchen-Vörden angetreten. „Das ist eine Zahl, die wir mindestens gerne wieder aufstellen wollen.“


BN-Serie, Teil 3

Vertreter von drei Parteien (CDU, FDP, SPD) und einer Wählergemeinschaft (IGNV) gehören aktuell dem Gemeinderat in Neuenkirchen-Vörden an. Im Herbst 2016 wird das Gremium (dann inkl. Bürgermeister sogar 23 Sitze) in der 8100-Einwohner-Kommune neu gewählt. Alle Bürger ab 16 Jahren sind dann zur Stimmabgabe aufgerufen.

Schon jetzt beginnen in den politischen Gruppierungen die ersten Vorbereitungen auf diese Wahl. In einer vierteiligen Serie beschreibt und bewertet unsere Redaktion in diesen Tagen die Situation bei Union, Sozialdemokraten, Liberalen und Wählergemeinschaft.

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