Bauen in zweiter Reihe? Baupolitik im Fokus in Neuenkirchen-Vörden

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Weitere Flächen für Bauland will die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden womöglich ankaufen. Unser Foto zeigt das Baugebiet „Auf den Koppeln“. Archiv-Foto: Marcus AlwesWeitere Flächen für Bauland will die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden womöglich ankaufen. Unser Foto zeigt das Baugebiet „Auf den Koppeln“. Archiv-Foto: Marcus Alwes

Neuenkirchen-Vörden. Mit den Grundzügen der örtlichen Baupolitik in der 8100-Einwohner-Kommune wird sich der Gemeinderat in den kommenden Wochen auseinandersetzen. Das liegt unter anderem an einem Antrag der Wählergemeinschaft IGNV, die das Bauen in zweiter Reihe in Neuenkirchen und Vörden noch stärker in den Mittelpunkt der Diskussion rücken möchte.

Doch damit nicht genug. Es gehe ferner darum, „weitere Flächen für Bauland zu erwerben, aber auch einzelne Lücken im Ortsbild zu schließen“, so der Leiter des Bauamtes der Verwaltung, Jürgen Rolfsen. Hier sehe er durchaus „noch erhebliche Potenziale“, vor allem im Herzen des Ortsteiles Neuenkirchen. „Natürlich geht es ebenso um die Erlaubnis für Bauen in zwieter Reihe“, die entsprechende „Änderung beziehungsweise Optimierung bereits vorhandener Bebauungspläne“ und denkbare Regelungen für die sogenannten Außenbereiche der Gemeinde, führte Rolfsen auf.

Diskutiert werden müsse auch, wie groß Bauten mit Mehrwohneinheiten in klassischen Baugebieten werden sollen. Rolfsen unterstrich die Notwendigkeit, „klare Festsetzungen zu treffen, um ruhiges Wohnen in klassischen Baugebieten zu ermöglichen“. Generell gelte es, so der Bauamtsleiter, „dabei immer auch Nachbarschaften und gewachsene Strukturen zu achten“.

Zunächst wird sich der Bauausschuss der Gemeinde wohl Anfang Juli mit dem Antrag der IGNV auseinandersetzen. In der zweiten Juli-Hälfte dann alle Mitglieder des Rates. „Vorfreude auf diese Debatte“ hat bereits auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Hermann Schütte gegenüber unserer Redaktion geäußert. „Es gibt weiterhin eine akute Nachfrage nach Bauplätzen in unserer Gemeinde“, betonte der Sozialdemokrat, „da macht Bauen in zweiter Reihe Sinn, wo beispielsweise große Grundstücke vorhanden sind“. Schütte regte zudem eine Kataster-Erstellung an, „um einen Überblick über einzelne vorhandene Baulücken im Gemeindegebiet zu gewinnen“. Dann könne dort eine zügige Verdichtung erfolgen. Die SPD stehe auch den von Bauamtsleiter Rolfsen erwähnten „Lösungen in den Außenbereichen grundsätzlich positiv“ gegenüber, so Schütte. Details seien zu klären.

Auch Windpark wird Thema

Ähnliches dürfte auch für den angedachten Windpark im Bereich Vörden-Campemoor gelten. Auch dieser soll in den Juli-Sitzungen Thema der Beratungen im Gemeinderat sein. Sollte es zu einem generellen Ja für das Windparkprojekt kommen, strebt die Bauverwaltung offenbar an, Einfluss zu nehmen und das entsprechenden Verfahren durch eine eigene Bauleitplanung aktiv zu begleiten. Die Windräder im Bereich Campemoor könnten später einmal in unmittelbarer Nähe zum künftigen Windpark Kalkriese 1 in Bramsche aufgestellt werden.


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