Banner an der Osnabrücker Straße Forderung nach Tempolimit in Vörden

Von Anke Schmiesing

Runter vom Gas – das fordern (von links) Petra Reinhardt, Corinna Herrmann, Günther Plohr, Karl-Heinz Oevermann, Heinrich Müller, Tanja Kruse, Bernhard Wessel, Dieter Stahl, Bianca Moormann und Dietmar Stahl. Foto: Anke SchmiesingRunter vom Gas – das fordern (von links) Petra Reinhardt, Corinna Herrmann, Günther Plohr, Karl-Heinz Oevermann, Heinrich Müller, Tanja Kruse, Bernhard Wessel, Dieter Stahl, Bianca Moormann und Dietmar Stahl. Foto: Anke Schmiesing

Neuenkirchen-Vörden. Der Kampf um die Verkehrsberuhigung an der Osnabrücker Straße in Vörden geht weiter: Seit dem Wochenende weisen bis zu sieben Meter lange Banner mit der Aufschrift „Runter vom Gas“ auf die gewünschte Beruhigung hin.

Bereits seit dem Jahr 2010 startet die elfköpfige Interessengemeinschaft Osnabrücker Straße immer wieder verschiedene Aktionen, um ihrem Ziel näher zu kommen. Weiterhin steht für die Bürger eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h im Mittelpunkt. Zur Zeit herrsche diese Regelung nur für den Schwerlastverkehr von 22 Uhr bis sechs Uhr morgens, um vor allem nachts den Lärmpegel zu senken. Allerdings sieht die Interessengemeinschaft durch diese Regelung die beiden Brennpunkte wie den Kindergarten und die Grundschule vernachlässigt. Schließlich seien die Kinder auf ihrem Schulweg durch die rasante Fahrweise innerhalb des Ortes stark gefährdet. Sie wollen darauf aufmerksam machen, dass das Wohl der Kinder im Vordergrund stehen müsse. Dazu bedürfte es allerdings auch der Mithilfe von Schule und Eltern. Denn nur durch eine gute Verkehrserziehung könnten Kinder auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden. Eltern sollten ihre Kinder für das richtige Verhalten im Verkehr sensibilisieren.

Zudem begrüße die Interessengemeinschaft die Errichtung einer Umgehungsstraße. Die Planungen dieser Straße seien wieder aufgenommen worden, hieß es weiter. Das zeige einen Fortschritt der kontinuierlichen Arbeit der Bürgerinitiative. Vor allem bei Staumeldungen auf der Autobahn A1 werde Vörden immer wieder zur Umleitungsstrecke. Schon jetzt befürchtet die Gemeinschaft eine stärker werdende Verkehrsbelastung durch den dreispurigen Ausbau der Autobahn A1.

Auch der Landkreis Vechta zeige sich langsam von den zahlreichen Aktionen der Interessengemeinschaft angesprochen. Gerade auf die Verkehrszählung Anfang diesen Jahres und auf die Unterschriftenaktion reagierte der Landkreis positiv, der sich allerdings anfangs gegen die Verkehrsberuhigung aussprach. Unterstützung erhalten sie auch von Walter Sieveke von der Polizei in Cloppenburg, der dem Vorgehen der Interessengemeinschaft auf den zwei Bürgerversammlungen zustimmte. Ebenso von dem Engagement begeistert zeigt sich auch die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden unter der Leitung des Bürgermeisters Ansgar Brockmann.

Allerdings gebe es eine Regelung von der Straßenbaubehörde, die es erschwert, eine 30er-Zone durchsetzen zu können. Da in Vörden kein Unfallschwerpunkt zu verzeichnen sei und die Straße als Autobahnumleitung genutzt werde, sei es schwierig, an der Osnabrücker Straße die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu begrenzen, hieß es weiter.

Erfolgreich war das Team bereits bei ihrer Forderung, die Straßendecke zu sanieren. Durch die Sanierung seien nicht nur weniger Erschütterungen bei den anliegenden Gebäuden zu erkennen, sondern es sei auch eine geringere Lärmbelastung für die Anwohner der Straße erzielt worden. Die Sanierung habe allerdings auch ein Schattenseite. Denn durch die neue Asphaltierung sei wieder vermehrt eine erhöhte Geschwindigkeit messbar. Aus diesem Grund fordert die Interessengemeinschaft eine nochmals verstärkte Radarmessungen an der Osnabrücker Straße.

Geplant seien zukünftig sowohl regelmäßige Treffen des Teams als auch mehrere Demonstrationen im Ort Vördens.