Immer wieder freitags Maßarbeit auf dem Bramscher Wochenmarkt

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Auf den Zentimeter genau muss alles passen: Matthias Hintz (re.) mit Azubi Claire Scheijgrond und Praktikant Michel Ortland. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeAuf den Zentimeter genau muss alles passen: Matthias Hintz (re.) mit Azubi Claire Scheijgrond und Praktikant Michel Ortland. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Kirmes-Freitage sind für Marktmeister Matthias Hintz wegen der Verlagerung des Wochenmarktes immer mit viel Arbeit verbunden. In diesem Jahr gleicht das Ganze wegen der Großbaustelle endgültig einem großen Puzzle. Milimeterarbeit ist angesagt.

Als Hintz mit der Auszubildenden Claire Scheijgrond und dem Schülerpraktikanten Michel Ortland gegen 9.30 Uhr seine „Kassierrunde“ dreht, ist er nicht zum ersten Mal an diesem Freitag auf dem Brückenort unterwegs. „Um 6 Uhr war ich schon einmal da“, berichtet er. Und er war nicht der Erste. Fischhändler Horst Myzyk gehörte wie meist zu den „ganz Frühen“ ebenso wie die Bio-Anbieter Kruse und Schwienheer und ein paar andere. Marktbeschicker gehören ohnehin zu den Frühaufstehern.

Jens Sielaff vom Gemüsehof Schwienheer überkommt angesichts der kühlen Temperaturen die Lust auf heißen Kaffee. Der Mitgebrachte ist trotz Thermoskanne mittlerweile nur noch lauwarm. „Kein Wunder, den habe ich ja auch schon um 4 Uhr gekocht“, meint seine Kollegin. Soviel zum Thema Frühaufsteher.

„Wenn man das wie ich nur zweimal im Jahr machen muss, ist das wohl zu verkraften“, meint Marktmeister Hintz. „Das meiste regeln die Marktbeschicker ja schon unter sich. Die sind alle gut vernetzt“. Trotzdem muss Hintz im Vorfeld des regelmäßig wegen der Kirmes verlegten Marktes öfter zum Telefon greifen als in „normalen“ Wochen. Wer kommt, wer hat noch einen Platz, wem muss abgesagt werden? Statt normalerweise 35, sind an diesem Freitag nur 26 Händler vor Ort. Das sind noch ein paar weniger als in Jahren, wo nicht Baustellen den Raum für das Markttreiben zusätzlich einengen.

Auch wenn ein Großteil der Sanierungsarbeiten rund um die Martinskirche mittlerweile abgeschlossen sind, verwehrt doch immer noch auf der Höhe der Spielothek ein Schild die Passage durch die Kuhstraße. Außerdem muss die Durchfahrt zum Böckmann-Parkplatz freibleiben. Auch die stationären Händler, wie Hintz die am Brückenort ansässigen Kaufleute nennt, legen Wert darauf, dass ihre Läden zugänglich bleiben.

Für den Käsestand als Letzten in der Reihe bedeutet dies millimetergenaues Rangieren. Trotzdem ist ein Schild im Weg. Der Wagen der Hofkäserei Jakob muss schräg gestellt werden. „Die Zufahrt ist heute nur vom Brückenort-Kreisel her möglich“, erklärt Hintz. Für die Käsehandler heißt das: „Als Erste rein, als Letzte raus. Das ist schon ein langer Tag - um 6 Uhr vor Ort und wahrscheinlich erst um 14 Uhr wieder weg.“ Der Aufbau eines Wochenmarktes zwischen Kirmes und Großbaustelle ist eine logistische Meisterleistung - für alle Beteiligten.

Bei der Stadtverwaltung gibt es Stellpläne für den „normalen“ Freitagsmarkt, aber auch für den verlagerten an den Kirmeswochen. In der augenblicklichen Situation ist auch dieser Plan B wieder Makulatur. Claire Scheijgrond hat den Plan mitgebracht. Für den 26. September 2014 werden die Kästchen neu beschriftet. Dann geht Auszubildende Scheijgrond bei Clemens Heitkönig kassieren. Praktikant Ortland gibt die Daten in ein Erfassungsgerät ein. Matthias Hintz hat derweil Zeit für ein paar freundliche Worte mit dem Bäcker. Man versteht sich - und macht das Beste aus der schwierigen Lage


Markt am Donnerstag

Wegen des Tages der Deutschen Einheit am Freitag wird der Wochenmarkt auf Donnerstag, 2. Oktober, verlegt. Die Stände sind dann wieder auf dem Marktplatz zu finden. „Gut die Hälfte der Anbieter kommen“, sagt Matthias Hintz. Etliche Händler sind wegen zeitgleich stattfindender Märkte an anderen Standorten gebunden.

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