222 Minuten auf Knatterkisten 1200 Zuschauer bei Mofarennen in Severinghausen

Von Sigrid Schüler-Juckenack

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Neuenkirchen-Vörden. Der Geruch der verbrannten Zweitaktmischung und das typische Knattern von Mofamotoren: Wer so etwas mag, der kam am Wochenende voll auf seine Kosten. Auf dem Gelände der Treckerfreunde Severinghausen fand am Samstagnachmittag das zweite Neuenkirchener Mofarennen statt.

In 222 Minuten, aufgeteilt auf zweimal 111 Minuten mit einer Viertelstunde Pause, galt es für die Fahrer, einen kurvenreichen Parcours mit einer Länge von 700 Metern möglichst oft zurückzulegen.

Rainer Hausfeld vom Organisationsteam erklärte die Regeln: Antreten dürfen Teams mit drei Fahrern und einer Maschine. Wer in den 222 Minuten die meisten Runden dreht, hat gewonnen. Hausfeld und seine Mitstreiter waren selbst früher passionierte Mofafahrer. Die Idee zu dem Mofarennen hatten sie vor zwei Jahren zum ersten Mal umgesetzt, damals schon mit großem Erfolg. „Wir wollten etwas auf die Beine stellen, was nicht alltäglich ist“, erklärte Hausfeld.

Nicht alle kamen durch

Zum diesjährigen Rennen hatten sich 16 Teams angemeldet, von 16 Jahre bis zu „älteren Semestern“, so Hausfeld. Die Strecke wies einige Schikanen auf. Ein Schlammloch und eine Sandgrube sowie viele enge Kurven forderten von den Fahrern viel Geschick. Nicht alle kamen durch: Das Team Kaliber 68 hatte mit einem Kolbenfresser einen Totalausfall, nahm es aber gelassen und sportlich. „Den Boxenstopp schaffen wir sonst in 16 Sekunden“, meinte einer der Fahrer lachend. Auch andere Teams hatten hin und wieder Probleme mit der Technik, oder es kam zum Sturz, allerdings ohne große Blessuren.

Auch am vergangenen Wochenende waren zahlreiche Besucher gekommen. Hausfeld schätzte die Zahl auf über 1200. Kein Wunder, denn auf der zur Rennstrecke umfunktionierten Wiese kam mit Würstchen- und Getränkebuden Volksfeststimmung auf. Zuschauer Wolfgang Weitzmann aus Neuenkirchen überlegte, ob er mit seinen Freunden beim nächsten Mal vielleicht als Seniorenteam antreten solle. Er fährt nach eigenen Worten heute Motorrad, ist also immer noch mit den motorisierten Zweirädern vertraut. Aber der Geruch der Mofas ließ bei ihm und seinen Freunden nostalgische Gefühle aufkommen.

Nach drei Stunden und 42 Minuten und einem fairen Rennen standen die Sieger fest: Auf Platz eins landete das Team Racing Zünducks aus Damme. Die Fahrer hatten es immerhin auf 164 Runden gebracht, was in etwa 114,8 Kilometern entspricht, wie Hausfeld mitteilte. Platz zwei erkämpften sich das Team Bagger Tuning aus Lorse, und Platz drei ging an die Fahrer von Neuschoo aus Wiesmoor. Die Siegerehrung nahm Ansgar Brockmann, Bürgermeister der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden, vor.


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