Krippengruppe am „Regenbogen“ Zeichen in Neuenkirchen-Vörden stehen doch auf Anbau

Der Kindergarten im Ortsteil Neuenkirchen steht aktuell im Mittelpunkt der kommunalpolitischen Beratungen – trotz Ferienzeit.Foto: Marcus AlwesDer Kindergarten im Ortsteil Neuenkirchen steht aktuell im Mittelpunkt der kommunalpolitischen Beratungen – trotz Ferienzeit.Foto: Marcus Alwes

Neuenkirchen-Vörden. Nun also doch. In der Kindertagesstättendiskussion in Neuenkirchen-Vörden läuft alles auf einen Krippengrupenanbau am Regenbogen-Kindergarten hinaus. Das geht aus einer Presseerklärung hervor, die am gestrigen Freitagmittag von Bürgermeister Ansgar Brockmann und Sozialamtsleiter Martin Wiewerich verbreitet wurde.

Noch in den Sommerferien könnten jetzt „die für einen zeitnahen Anbau am Kindergarten Regenbogen notwendigen Beschlüsse gefasst werden“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Fraktionschefs informiert

Eine Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder (CDU, FDP, Josef Schönfeld von der IGNV) hatte sich unlängst noch nicht zu einem klaren Ja für einen Anbau im Ortsteil Neuenkirchen durchringen können. Sie forderten weitere klärende Gespräche – zum Beispiel auch mit den privaten Betreibern der örtlichen Großtagespflegestellen – über Krippenplatzangebote und neues Zahlenmaterial aus der Verwaltung.

Dem kam die Gemeindespitze um Bürgermeister Brockmann in den vergangenen Tagen nach. In einer Sitzung mit den drei Fraktionsvorsitzenden von CDU/FDP, SPD und IGNV wurden am Dienstag noch einmal die Platzkapazitäten in den Kindertagesstätten, Kindergärten und den beiden Großtagespflegestellen neu bewertet. Zudem führte Bürgermeister Brockmann offenbar am Donnerstag ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Ratsherrn Rainer Oesting (Liberale). Danach zeichnete sich dann doch ein Ja zum Anbau einer Krippengruppe (für Kinder der Altersgruppe unter 3 J.) an der Regenbogen-Einrichtung ab.

„Wir haben schon in der Ratssitzung sehr deutlich gesagt, dass dieser Anbau sofort kommen muss“, kommentierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hermann Schütte die neueste Entwicklung zufrieden. Mit den fünf Sozialdemokraten hatten damals auch zwei Ratsherren der IGNV gestimmt. „Wir müssen aber auch darauf achten, dass die finanzielle Ausstattung der Großtagespflegestellen gesichert ist“, fügte Schütte nun hinzu.

Mit dieser Aussage dürfte er auch von allen anderen Ratsmitgliedern zustimmendes Kopfnicken ernten. Bürgermeister Brockmann hatte ebenfalls nach den jüngsten Gesprächsrunden die Wichtigkeit der Tagespflege betont: „Deren Trumpf sind die doch sehr flexiblen Betreuungszeiten, die sie anbieten können.“ Sinn mache es, so Brockmann, die Koordination von Krippen und Tagespflege „künftig noch weiter auszubauen“.

Glaubt man den aktuellen Zahlen, dann gibt es im Gemeindegebiet von Neuenkirchen-Vörden bei den jüngsten Kindern einen Bedarf an insgesamt 85 Krippen-Plätzen im Jahr 2015. Derzeit stehen aber nur 67 zur Verfügung. 18 Plätze für die unter Dreijährigen fehlen also. Vor allem im Ortsteil Neuenkirchen. Die Nachfrage durch Eltern ist groß. Mithilfe des Anbaus am „Regenbogen“ und den Großtagespflegestellen (plus acht weitere Plätze) soll nun das Krippenplatz-Loch geschlossen werden.

Sitzung in den Ferien

Es gilt als wahrscheinlich, dass noch in den Sommerferien der Verwaltungsausschuss des Gemeinderates zu einer Sondersitzung zusammentreten wird, um per Beschluss die Planungsaufträge anzustoßen. Im Vorfeld dieser VA-Sitzung dürfte es interne Beratungen in den drei Fraktionen geben.

Ob das alles zeitlich noch ausreicht, um einen Regenbogen-Anbau zu realisieren, der Mitte 2015 bezugsfertig ist, bleibt abzuwarten. Vieles wird vom Winterwetter abhängen. Sicher ist wohl nur, dass auch nach dieser Baumaßnahme die Elternnachfrage nach weiteren Krippenplätzen hoch bleiben wird.


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