Treffen im Kulturbahnhof Neue Fotografie-Gruppe in Neuenkirchen-Vörden

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Frank Wenzel freut sich über viele Gleichgesinnte bei seinem neuen Fotoforum im Kulturbahnhof. Foto: Ilona UphausFrank Wenzel freut sich über viele Gleichgesinnte bei seinem neuen Fotoforum im Kulturbahnhof. Foto: Ilona Uphaus

Neuenkirchen-Vörden. Seine Fotoausrüstung hat er mitgebracht zum Kulturbahnhof. Frank Wenzel fotografiert nicht nur gern das Bahnhofsumfeld, er findet die Räume des Kulturzentrums einfach perfekt als Stätte der Begegnung. Hier trifft sich am Donnerstag, 24. April, um 20 Uhr zum zweiten Mal das „Fotoforum Neuenkirchen-Vörden“, eine Gruppe von Hobbyfotografen zum Austausch. Interessierte Gäste sind dabei willkommen.

Der 1966 in Bielefeld geborene gelernte Automechaniker ist im Alter von 15 Jahren zur Fotografie gekommen. In einem Zeltlager in Südfrankreich lernte er das Know-How von der Pike auf, inklusive Entwicklung von Schwarz-Weiß-Filmen im dunklen Schlafsack. Vieles hat er sich im Laufe der Jahre selbst beigebracht und etliche Fachbücher gelesen. Die „Druck-AG“ in der Schule tat ihr Übriges. Bis zum „Chefredakteur“ der Schülerzeitung hat er es gebracht, erzählt der Hobbyfotograf schmunzelnd. Gern erinnert er sich an eine Fotoreportage von einem Gelöbnis der Bundeswehr, in Zeiten des Nato-Doppelbeschlusses eine spannende Sache. Problematisch sieht er heute das Thema „Bildrechte“, denn viele Klassiker der Fotogeschichte würde es so heute nicht mehr geben.

Frank Wenzel, der in jungen Jahren mit dem Motorrad ein halbes Jahr in Australien unterwegs war und fünf Jahre einen Motorradladen in Osnabrück betrieb, arbeitet jetzt in der Auto- und Reifenbranche mit geregelten Arbeitszeiten. So bleibt noch Zeit für Ehefrau, zwei Kinder, den Hund und das leidenschaftliche Hobby. Seit 1998 wohnt Familie Wenzel in Neuenkirchen. Dass sich aus einer lockeren Facebook-Gruppe jetzt ein „Fotoforum Neuenkirchen-Vörden“ gebildet hat, begeistert ihn sehr. So treffen sich die inzwischen 22 Mitglieder nicht nur zum Austausch im Kulturbahnhof, eine Gruppe ist bereits gemeinsam auf „Fotosafari“ zum Osnabrücker Hauptbahnhof gezogen. Unglaublich findet er die tollen Fotoergebnisse, die sich stark voneinander unterscheiden.

Frank Wenzel erzählt begeistert von den unterschiedlichen Mitgliedern. Von der Neuenkirchenerin, die bereits einen Fotowettbewerb gewonnen habe oder von dem Rentner, der ausschließlich Schauspielerinnen porträtiert. Die Leute seien in ihrem Bereich absolut spitze, findet er. Viele kommen zum Fotografieren, weil sie sich für ein Thema interessieren, hat der Hobbyfotograf festgestellt. Seien es Pferde, Hunde, Kinder oder Blumen, „wenn du eine Sache lange und mit genügend Inbrunst machst, bist du irgendwann richtig gut darin“, stellt er fest. So sei es ein Trugschluss zu glauben, Profifotografen seien gut, Hobbyfotografen dagegen schlecht.

„Wir sind kein elitärer Club“, stellt er klar. Man wolle voneinander und miteinander lernen, sich gemeinsam weiterentwickeln. Ein Einsteiger-Kurs zum Kennenlernen der vielfältigen Funktionen der eigenen Kamera sei geplant. Auch eine gemeinsame Ausstellung kann der Neuenkirchener sich vorstellen. Im Übrigen habe er den Kontakt zwar vermittelt, der Rest müsse jetzt jedoch aus der Gruppe kommen. Frank Wenzel will nämlich kein Gruppenleiter sein. „Ich bin nur einer, der gern fotografiert!“


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