Feuerwehr: Grob fahrlässig Osterfeuer in Campemoor außer Kontrolle

Von Hildegard Wekenborg-Placke

Immer wieder mussten die Feuerwehrleute neue Brandnester löschen. Foto: NWM-TVImmer wieder mussten die Feuerwehrleute neue Brandnester löschen. Foto: NWM-TV

Neuenkirchen-Vörden. Das könnte teuer werden für die Veranstalter eines privaten Osterfeuers in der Neuenkirchen-Vördener Ortschaft Campemoor. Bei trockener Witterung und moorigem Untergrund gerieten die Flammen außer Kontrolle.

Die Folge: 50 Feuerwehrleute waren mehr als drei Stunden im Einsatz, um der Lage Herr zu werden. Vördens Brandmeister Ralf Bürger meinte am Ostermontag: „Ich gehe von grober Fahrlässigkeit aus“. Das wiederum würde bedeuten, dass der Verursacher zahlen muss.

Gegen 19.15 Uhr erreichte die Vörderner Wehrleute die Alarmierung. Auf rund 5000 Quadratmetern stand eine Moor-Torf-Ackerfläche in Brand, wo eigentlich nur ein paar Privatleute ein kleines Osterfeuer entzünden und ein paar Würstchen grillen wollten. Zum Letzteren kam es erst gar nicht. Begünstigt durch die Trockenheit und den starken Wind stand die Fläche im Handumdrehen in Flammen. Funkenflug verursachte darüber hinaus immer neue Brandnester.

Die Feuerwehr Vörden forderte nach Eintreffen umgehend Unterstützung aus Neuenkirchen und Damme an, denn am Brandort gab es keine ausreichende Wasserversorgung.Erschwerend kam, so Bürger, hinzu, dass das Gelände nicht mit den schweren Feuerwehrfahrzeugen zu befahren war. „Unsere Leute mussten alles in allem rund einen Kilometer Schlauchleitungen legen, um die Brandherde zu erreichen“.

Gegen 22.30 Uhr konnten die Löscharbeiten schließlich beendet werden. Ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Torfabbauflächen konnte verhindert werden. Damit war die Arbeit für die Neuenkirchener Einsatzkräfte aber noch nicht beendet. Bis zum Ostermontag verblieben zunächst Schlauchleitungen auf dem Gelände, falls der Brand wieder aufflackern sollte. „Meine Leute mussten die Leute heute Morgen noch bergen und wieder nach Damme bringen“, so der wenig begeisterte Ortsbrandmeister. „Da war für einige auch der Ostermontag schon halb vorbei“.

Bürger ärgert sich besonders für die Veranstalter des Osterfeuers. „Bei der Anmeldung wird ein Merkzettel verteilt, in dem darauf hingewiesen wird, was alles zu beachten ist und welche Vorkehrungen zu treffen sind“. All das sei wohl nicht beachtet worden. „Ein Osterfeuer auf Moorgrund - das ist wirklich nicht so eine gute Idee“, meinte Bürger. Ein Glück nur, dass niemand verletzt worden sei und das Feuer nicht auf die Wohnbebauung übergegriffen habe.