Seit 1999 um Gemeinde verdient gemacht Neuenkirchen-Vördens Bürgermeister Alfons Wieschmann verstorben

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Neuenkirchen-Vördens Bürgermeister Alfons Wieschmann ist nach schwerer Krankheit gestorben. Foto: Johannes KapitzaNeuenkirchen-Vördens Bürgermeister Alfons Wieschmann ist nach schwerer Krankheit gestorben. Foto: Johannes Kapitza

Neuenkirchen-Vörden. Der Bürgermeister der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden, Alfons Wieschmann, ist tot. Er erlag am Samstag seiner Krebserkrankung.

Eine entsprechende Meldung der Oldenburgischen Volkszeitung bestätigte die Gemeinde. Wieschmann, der von 1993 bis 1999 das Amt des Gemeindedirektors bekleidet hatte, war seit 1999 hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde . Seine Amtszeit wäre im kommenden Jahr abgelaufen.

In den vergangenen Jahren hatte ihn eine Krebserkrankung eingeholt: Für längere Zeit musste Wieschmann seinen geliebten Bürgermeister-Stuhl im Rathaus verlassen. Umso größer war seine Freude, als er nach einer ersten Behandlungsphase wieder zurückkam und an einer Ratssitzung teilnahm. „Ich freue mich riesig, wieder dabei zu sein. Demnächst bin ich wieder voll einsatzfähig.“ Seine medizinischen Werte würden immer besser, sodass der Krebs überwunden scheine, erklärte Wieschmann im Juni vergangenen Jahres. Am Samstag erlag er seiner Erkrankung.

Mit Wieschmann verliert Neuenkirchen-Vörden einen Bürgermeister, der sich immer intensiv für seine Gemeinde engagierte, über Parteigrenzen hinwegschauen konnte und es verstand, unterschiedliche Positionen zu einander zu bringen. Wieschmann nahm aber auch kein Blatt vor den Mund, wenn es darum ging, unliebsame Meinungen zu vertreten. Zu seinen Verdiensten zählt unter anderem, an dem Gewerbe- und Industriegebiet Niedersachsenpark festgehalten und an dessen Erfolg geglaubt zu haben. Trotz aller Widrigkeiten behielt er immer seinen Sinn für Humor: „Neuenkirchen-Vörden ist der Bauchnabel der Welt. Viele wissen’s noch nicht, aber wir arbeiten daran“, sagte er im vergangenen November und ließ keinen Zweifel: Das Bürgermeisteramt machte ihm Spaß. Ihm, einem Mann, der für die Politik lebte.

Als einen „überzeugten Vertreter der Belange der Region“ bezeichnete inzwischen der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Calderone (Quakenbrück) den verstorbenen Bürgermeister. Er habe Wieschmann stets als gradlinigen, engagierten und überzeugenden Bürgermeister kennengelernt, der die sachliche Auseinandersetzung in den Vordergrund gestellt habe. Immer ein kraftvoller Vertreter der Interessen seiner Heimatgemeinde habe Wieschmann doch gleichzeitig auch „über die Kirchtürme der eigenen Kommune geschaut“. Als beharrlicher Förderer des Niedersachsenparkes habe der verstorbene einen großen Anteil an der positiven Entwicklung dieses interkommunalen und Kreisgrenzen überschreitenden Gewerbegebietes. „Alfons Wieschmann wird unserer Region fehlen“, schloss Calderone.


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