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Feier in der Apostelkirche Pastorenehepaar Möllmann nimmt nach 15 Jahren Abschied von Neuenkirchen-Vörden

Von Holger Schulze

<em>Verlassen die Apostelkirchengemeinde</em> in Neuenkirchen-Vörden: Friedgard und Jens Möllmann. Foto: Holger SchulzeVerlassen die Apostelkirchengemeinde in Neuenkirchen-Vörden: Friedgard und Jens Möllmann. Foto: Holger Schulze

Neuenkirchen-Vörden. „Befiel dem Herrn deine Wege“: Dieser Beginn von Psalm 37, Vers 5, gab das Thema für den Gottesdienst sowie für die Predigt am Sonntagnachmittag in der Apostelkirche Neuenkirchen-Vörden vor. Das Pastorenehepaar Friedgard und Jens Möllmann nahm Abschied von seiner bisherigen Wirkungsstätte – auch ganz im Sinne der Psalmfortsetzung „und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen“.

Bis einschließlich des letzten Sitzplatzes waren die Kirchenbänke gefüllt, und auch beim anschließenden Kaffeetrinken im „Schwarzen Ross“ fand sich kein freier Stuhl mehr. 15 Jahre waren Friedgard und Jens Möllmann in der Apostelkirchengemeinde aktiv. Jetzt „werden neue Wege eingeschlagen“, wie Jens Möllmann an den Beginn seiner Predigt stellte. „Sehr, sehr glückliche Wege“ seien es bislang gewesen, hielt der Pastor fest. Man hätte Menschen getroffen, „die segensreich zur Seite gestanden haben“. Das Pastorenehepaar habe „viele Menschen gefunden, deren Weg wir begleiten durften, die wir lieb gewonnen haben und von denen wir ungern Abschied nehmen“.

Die 15 Jahre waren zudem ein Weg mit vielfältigen ökumenischen Erfahrungen. „Gott hat uns gute Wege aufeinander zu und miteinander gehen lassen“, sagte Jens Möllmann in seiner Predigt. Das bruchstückhaft Gebliebene wie auch das Misslungene wollen Friedgard und Jens Möllmann nun an Gott übergeben, im Vertrauen darauf, dass er es wohl machen wird.

Unerfüllte Wünsche

Hierzu gehört auch ein „halb unerfüllter Wunsch“, nämlich der der vollständigen Kirchenrenovierung. Der Innenraum der Apostelkirche wartet diesbezüglich noch auf seine Vollendung. Anstelle von persönlichen Geschenken hatten Friedgard und Jens Möllmann um Spenden für diese Innenrenovierung gebeten. Auch die Kollekte des Gottesdienstes wurde hierfür bestimmt.

Ganz unerfüllt geblieben ist der Wunsch „nach einer Art kirchenmusikalischer Stiftung“, wie es Jens Möllmann nannte, „die nun andere auf den Weg bringen mögen“.

Als bekennender Freund der Kirchengeschichte streifte der Pastor in seiner Predigt noch einige Schlaglichter aus der inzwischen 853-jährigen Geschichte von Neuenkirchen im Zusammenhang mit den Gotteshäusern.

Auf die gesamte Familie Möllmann warten nun nach 15 Jahren neue Aufgaben. Die Kinder, beim Amtsantritt ihrer Eltern in Neuenkirchen noch zeitweise der großelterlichen Obhut anvertraut, haben Neuenkirchen bereits verlassen. Friedgard Möllmann folgt ihrem Mann nach Brake und wird in der Nachbarschaft eine halbe Stelle als Schulpfarrerin übernehmen. Ihr Mann hat in Brake zukünftig das Amt des Kreispfarrers des Kirchenkreises Wesermarsch inne.

Zahlreiche Gruß-, Dankes- und Abschiedsworte, angeführt von Bürgermeister Alfons Wieschmann und fortgesetzt von vielen Kollegen des Pastorenehepaares, von Vertretern weiterer Institutionen sowie von Organen der Kirchengemeinde entließen beim gemeinsamen Kaffeetrinken im Anschluss an den Gottesdienst Friedgard und Jens Möllmann auf ihre neuen Weg.