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Steigende Nachfrage Alter Sportplatz in Neuenkirchen-Vörden soll zum Baugebiet werden

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Neuenkirchen-Vörden. Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden befürwortet die Planungen der Verwaltung, sowohl in Neuenkirchen als auch in Vörden jeweils ein neues Baugebiet auszuweisen. Die Ausschussmitglieder gaben Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen einstimmig Rückendeckung, die Planungen anzugehen. Am 6. März befasst sich der Gemeinderat noch einmal mit den Baugebieten.

Die Zahl der Bauplätze gehe zurück, die Nachfrage steige, skizzierte Rolfsen die aktuelle Situation. In Neuenkirchen sind von ursprünglich 42 Plätzen im Baugebiet „Östlich der Holdorfer Straße“ nur noch sechs verfügbar; 25 sind verkauft, elf weitere reserviert. Im Vördener Baugebiet „Koppeln“ sind noch 14 von 68 Grundstücken frei, 47 verkauft und sieben reserviert. Angesichts einer Vorplanungszeit von etwa anderthalb Jahren sei es an der Zeit, sich bereits Gedanken über neue Baugebiete zu machen, sagte Rolfsen. Für beide Ortsteile hat sich die Verwaltung bereits Gedanken gemacht.

In Vörden hat sich die Gemeinde eine knapp 2,5 Hektar große Ackerfläche gesichert, die im Flächennutzungsplan bereits als Wohnbaufläche ausgewiesen ist. Mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes sei es „ohne Weiteres machbar“, aus der Fläche ein Wohngebiet zu machen, erklärte Rolfsen. Nicht nur einen Bebauungsplan, sondern auch eine Änderung des Flächennutzungsplanes erfordert es, den gemeindeeigenen alten Sportplatz an der Johanniterstraße in Neuenkirchen zum Wohngebiet umzufunktionieren. Hier könnten auf rund zwei Hektar 20 Bauplätze entstehen, sagte der Bauamtsleiter. Da das Grundstück an einer Landesstraße liegt, müssten Maßnahmen für den Lärmschutz ergriffen werden.

Uneinigkeit herrschte im Ausschuss hinsichtlich der Frage, ob die Kosten für die Erschließung und Vermarktung von der Gemeinde alleine getragen oder andere Partner mit ins Boot geholt werden sollten. Bei einer externen Vergabe würden Einflussmöglichkeiten der Gemeinde vertraglich abgesichert, entkräftete Ansgar Brockmann, allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters, Bedenken aus der Runde.

Beide Möglichkeiten müssten durchgerechnet werden, sagte Rolfsen. Erst danach müsse eine Grundsatzentscheidung getroffen werden. Der Bauamtsleiter regte an, grundsätzlich über die Zulassung von Mehrfamilienhäusern nachzudenken. Entsprechende Investorenanfragen gebe es. In den Bebauungsplänen sind Mietshäuser mit mehr als zwei Wohneinheiten bislang nicht zugelassen.


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