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Fortbildung mit Zertifikat Erzieherinnen in Neuenkirchen lernen dazu im Umgang mit verschiedenen Kulturen

Von Sigrid Schüler-Juckenack

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<em>Schon im Thema</em>, aber immer noch vieles gelernt: Stefanie Otte, Tanja Kreutzmann, Franziska Moormann, Yvonne Todzey, Agnes Gieske, Bianka Holtheide, Mechthild Hagedorn, Irmgard Ahrling, Heike Bornhorst und Elena Möller (von links) ließen sich von Trainer Ercan Arslan (Siebter von links) interkulturell schulen.Foto: Sigrid Schüler-JuckenackSchon im Thema, aber immer noch vieles gelernt: Stefanie Otte, Tanja Kreutzmann, Franziska Moormann, Yvonne Todzey, Agnes Gieske, Bianka Holtheide, Mechthild Hagedorn, Irmgard Ahrling, Heike Bornhorst und Elena Möller (von links) ließen sich von Trainer Ercan Arslan (Siebter von links) interkulturell schulen.Foto: Sigrid Schüler-Juckenack

Neuenkirchen-Vörden. Das Fazit von Heike Bornhorst, Leiterin der Kindertagesstätte Sonnenland in Neuenkirchen-Vörden, zur jüngst absolvierten Fortbildung der Kindergartenbelegschaft fällt positiv aus: „Wir haben einen großen Respekt vor den Kindern bekommen, die täglich einen Spagat zwischen den Kulturen absolvieren, in denen sie aufwachsen.“

Zwar wurde die Einrichtung bereits im September 2011 beim Wettbewerb „Klasse KiTa – Vielfalt als Chance“ ausgezeichnet, aber nun ließen sich zehn Mitarbeiterinnen noch einmal zum Thema interkulturelle Kompetenz schulen.

Die Fortbildung wurde vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) angeboten und von Trainer Ercan Arslan durchgeführt. Die Mitarbeiterinnen des Kindergartens beschäftigen sich unter anderem mit Fragen, wie Familie, Erziehung und Schule in anderen Kulturen gesehen und welche Aufgaben ihnen zugedacht werden. Auch die Definition von Selbstständigkeit in anderen Kulturen und die daraus resultierenden Verhaltensmuster standen auf dem Programm.

Alle Teilnehmerinnen der Fortbildung erklärten, sie seien im Umgang mit Menschen fremder Kulturen noch einmal sensibilisiert worden und hätten vieles gelernt. So werde zum Beispiel der Pünktlichkeit nicht überall die gleiche Bedeutung zugemessen. Auch mit Schriftverkehr, zu dem Informationsbriefe und Broschüren der Kindertagesstätte ebenso gehören wie behördliche Mitteilungen und profane Werbebriefe, werde in anderen Kulturen anders umgegangen als hierzulande.

Trainer Arslan war nach eigenen Worten sehr zufrieden mit den Teilnehmerinnen. Sie seien sehr interessiert und reflektiert gewesen, aber das Wichtigste sei: Die Frauen seien offen für alle Menschen. Er habe deutlich gemerkt, dass sich die Teilnehmerinnen schon länger mit dem Thema der kulturellen Vielfalt befassen. „Sie haben genau nachgefragt“, sagte Arslan.

Kinder zehn verschiedener Nationalitäten sind im Sonnenland vertreten. Heike Bornhorst hat schon weitere Ideen, wie sie allen das Gefühl vermitteln möchte, willkommen zu sein. Den Eltern der betreuten Kinder gebühre im Übrigen ein großes Dankeschön, denn sie hätten durch einen Verzicht auf Betreuungszeit die Fortbildung unterstützt, erklärte die Leiterin.


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