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Einmal Ruhe, einmal Aufruhr TuS Neuenkirchen und Ballsport Vörden vor dem Neustart – Balzis: Haben uns in der Winterpause nicht verstärkt – Wolter wirft vier Spieler aus dem Kader

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Neuenkirchen-Vörden. Unter höchst unterschiedlichen Voraussetzungen nehmen die Fußballer von TuS Neuenkirchen und Ballsport Vörden nach der Winterpause die Punktspiele wieder auf: Während sich der Bezirksliganeuling in aller Ruhe und ohne spektakuläre Veränderungen mit Trainer Ralf Balzis und Assistent Markus Vocke auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet, ist im benachbarten Vörden Feuer unterm Dach: Mit Rückendeckung durch die Ballsport-Spitze hat BSV-Trainer Raik Wolter vier Stammspieler wegen fortgesetzter Disziplinlosigkeiten aus dem Kader geworfen. „In dieser Lage den Klassenerhalt zu schaffen, ist noch schwerer geworden“, weiß der 39-Jährige zwar um die bedrohliche Situation des Tabellenvorletzten und betont dennoch, Thomas Stuntebeck, Qendrim Mehmeti, Juri Schwarz und Alexander Zieske hätten ihm wegen ihres unsportlichen und die mannschaftschädigenden Verhaltens keine andere Wahl gelassen.

Wenn die Neuenkirchener als respektabler Aufsteiger bei der abstiegsgefährdeten Reserve des BV Cloppenburg antritt, kann Balzis vermutlich seine Wunschelf aufbieten. Der langzeitverletzte Dennis Eismann ist wieder an Bord, um der anfälligen TuS-Abwehr mehr Sicherheit zu geben. Balzis bedauert, dass Stammtorhüter Niklas Hilgefort wegen einer Schulterverletzung bis auf Weiteres nicht zum Einsatz kommt.

„Wir haben uns in der Winterpause nicht verstärkt“, bekennt der Ex-Profi eine Woche vor dem Neustart. Zwar habe der Verein mit Spielern Kontakt gehabt, die es dann aber vorgezogen hätten, „zumindest bis zum Saisonende zu bleiben“. Dennoch ist der 46-Jährige zuversichtlich, mit den vorhandenen Spielern für manche Überraschung sorgen zu können, auch wenn bei einem Neuling Rückschläge nie auszuschließen seien. Balzis hat darüber hinaus Neuenkirchener A-Jugendliche und auch Spieler der TuS-Zweiten im Blickfeld, die möglicherweise schon in naher Zukunft für Einsätze in der ersten Garnitur infrage kämen.

Vorübergehend sorgten Gerüchte um Wechselabsichten von zwei TuS-Spielern auf dem Biester Feld für einen Missklang. So war laut TuS-Obmann Andreas Berens die Tatsache, dass RW Damme Abnor Galani eine Halbzeit lang in einem Freundschaftsspiel getestet hat, eine folgenlose Geste unter befreundeten Nachbarn. „Wenn man viele gute Fußballer in seinen Reihen hat, braucht man sich doch nicht zu wundern, dass immer wieder Anfragen von anderen Vereinen kommen; so ist das Geschäft“, gewann Berens ganz im Gegenteil fremdem Interesse eine ganz andere Note ab.

Ganz anders stellt sich die Situation rund ums Auestadion dar. Durch die Suspendierung ist der Vördener Kader auf 16 Spieler geschrumpft. „Aber wir sind keine Kirmestruppe, in der einige meinen, sich nicht an Regeln halten zu müssen“, sagt Wolter ganz selbstbewusst und hofft nun, in den entscheidenden Wochen der Kreisligasaison auf die A-Jugendlichen Felix Schmock und Markus Herzog zurückgreifen zu können.

Sehr willkommen sind dem BSV-Trainer die Spielabsagen der letzten Wochen, da die äußeren Bedingungen und die inneren Spannungen einen regulären Trainingsbetrieb unmöglich machten; „Wir sind zwar individuell geschwächt, aber in die Truppe ist wieder Ruhe eingekehrt“, ist der 39-Jährige zuversichtlich, zusammen mit dem reaktivierten Kotrainer Gunnar Zischke die Vördener auf Vordermann bringen und den Klassenerhalt schaffen zu können.

Das Trainergespann hat im Übrigen in Abstimmung mit der Ballsport-Spitze die Tür hinter den vier geschassten Spielern nicht völlig zugeschlagen. „Wer guten Willen, Disziplin und Kameradschaft zeigt und sich über die zweite Mannschaft empfiehlt, darf wieder mitmachen“, erklärt Wolter. Da die Wechselfrist in der Kreisliga Vechta Ende Januar abgelaufen war, bedeutet die Suspendierung für die vier „Sünder“, dass die Saison wegen der halbjährlichen Sperre ansonsten offensichtlich gelaufen ist. Auf Einsicht bei „Wiederholungstäter“ Mehmeti, der erst zu Saisonbeginn – vermeintlich geläutert – nach Vörden zurückgekehrt war, setzt Ballsport aber nicht unbedingt.


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