Ehrung für Hermann Schütte SPD Neuenkirchen-Vörden feiert doppelten runden Geburtstag

Von Hans Schmutte

Die Geehrten, Chronisten, Redner und der Vorstand; links die SPD-Fraktionschefin im Landtag, Johanne Modder, rechts der Ortsvereins-Vorsitzende Andreas Frankenberg. Foto: Hans SchmutteDie Geehrten, Chronisten, Redner und der Vorstand; links die SPD-Fraktionschefin im Landtag, Johanne Modder, rechts der Ortsvereins-Vorsitzende Andreas Frankenberg. Foto: Hans Schmutte

Neuenkirchen-Vörden. Vor 60 Jahren wurde der SPD-Ortsverein Vörden gegründet, vor 50 Jahren der in Neuenkirchen. 2013 schlossen sich beide zusammen. Jetzt feierte die SPD ihre runden Geburtstage und ehrte verdiente Genossen.

„Wem die Willy-Brandt-Medaille verliehen wird, der muss schon eine besondere Persönlichkeit sein. Unser Respekt gilt Deiner Lebensleistung“, gratulierte die SPD-Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag, Johanne Modder, dem überraschten Hermann Schütte zu der Verleihung. Der SPD-Ortsvorsitzende Andreas Frankenberg hatte die Medaille seinem Parteigenossen zuvor überreicht. Dabei hob er dessen außergewöhnlichen Einsatz für die Partei hervor, auch die guten Kontakte nach Hannover, durch die schon so manch hochrangiger Politiker zu einem Besuch in der Gemeinde bewegt werden konnte. Die Willy-Brandt-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die SPD an ihre Mitglieder vergibt.

Foto: Hans Schmutte

Neben Johanne Modder konnte Frankenberg den Bürgermeister Ansgar Brockmann, Mitglieder der eigenen Partei aus der Gemeinde und dem Landkreis sowie Vertreter aller im Gemeinderat vertretenen Parteien begrüßen. Für die IGNV hatte Ratsherr Heinrich Hoppe einen Rotahorn mitgebracht, „weil die Farbe so gut zu euch passt“, scherzte er.

Frankenberg: Viel erreicht

Frankenberg betonte in seiner Rede, dass die SPD seit ihrer Gründung immer ganz nah an den Bürgern und ihren Sorgen gewesen sei. Aufgrund der politischen Mehrheiten sei es aber nicht immer einfach gewesen, eigene Vorstellungen durchzusetzen. Allerdings habe man mit einem langen Atem viel erreicht. Sein besonderer Dank galt Ingrid Geweke und Nicole Karadag für die Erstellung der Chronik.

Weiterlesen: SPD Neuenkirchen-Vörden gibt Chronik heraus

„Politik ist die Kunst, die Gegenwart zu gestalten und die Weichen für die Zukunft zu stellen“, so Bürgermeister Brockmann in seiner Rede. Dieser Aufgabe habe sich die SPD seit ihrer Gründung mit Engagement und Erfolg gestellt. Für die Unterstützung bei seiner Wahl zum Bürgermeister, die gute Zusammenarbeit und Kompromissbereitschaft in Sachfragen bedankte er sich.

Johanne Modder erläuterte den Unterschied in der politischen Arbeit der großen Koalitionen in Berlin und Hannover folgendermaßen: In Berlin setzen sich CDU und SPD zusammen, finden irgendwann einen Kompromiss, verlassen den Verhandlungsraum und schimpfen über das schlechte Ergebnis. In Hannover würden SPD und CDU nach den Verhandlungen an die Öffentlichkeit gehen und den gefundenen Kompromiss als Erfolg darstellen. Wie auch der Bürgermeister in seiner Rede, forderte sie die Parteimitglieder auf, den Bürgern vor Ort die immer schwerer zu verstehende Politik zu erklären.

Weitere Ehrungen

Für 25-jährige Mitgliedschaft ehrte Andreas Frankenberg Sabine Altvogt und Rainer Schrader, für 40 Jahre Helga Schütte und für 50 Jahre Karl-Heinz Geweke. Letztgenannter war SPD-Gründungsmitglied in Neuenkirchen, wo er als Lehrer an der evangelischen Schule tätig war. Nach der Zusammenlegung der Schulen in der Gemeinde sollte er Konrektor werden. Dagegen sträubte sich der Gemeinderat vehement. Ein SPD-Mitglied als Konrektor war undenkbar. SPD-Mitglieder hätten in dem „schwarzen“ Südoldenburg damals einen schweren Stand gehabt, erzählte Geweke. Letztendlich habe der Verwaltungsbezirk Oldenburg ihn aber als Konrektor eingesetzt. In die Partei habe ihn der damalige Ortspolizist Gustav Stein geholt. Der habe so erfolgreich Mitglieder geworben, dass der Ortsverein Neuenkirchen zeitweise der zweitgrößte im Landkreis Vechta gewesen sei. 

„Die Gedanken sind frei“ und weitere bekannte Weisen sangen die Genossen mit ihren Gästen zur Auflockerung des Programms. Für die musikalische Begleitung sorgte Thomas Aldenhoff.


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