Ära Zumloh endet Justus Lager übernimmt Apotheke in Neuenkirchen

Ilona Ebenthal

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Die Zumloh'sche Apotheke in Neuenkirchen hat Justus Lager (links) von Norbert Zumloh übernommen. Foto: Ilona EbenthalDie Zumloh'sche Apotheke in Neuenkirchen hat Justus Lager (links) von Norbert Zumloh übernommen. Foto: Ilona Ebenthal

Neuenkirchen-Vörden. Ein neues Gesicht finden Kunden in der Zumloh’schen Apotheke in Neuenkirchen: Justus Lager ist seit Januar 2019 neuer Eigentümer.

Der Fortbestand der alteingesessenen Apotheke mit aktuell 13 Mitarbeitern ist somit gesichert und der langen Apothekengeschichte in der Gemeinde wird ein neues Kapitel hinzugefügt. Wir treffen uns mit dem alten Eigentümer Norbert Zumloh und Justus Lager in den Apothekenräumen an der Bahnhofstraße 1 in Neuenkirchen. Im Büro stehen einige Blumengebinde – Begrüßungsgeschenke für den neuen Eigentümer. Der Pharmazeut stammt aus Quakenbrück, wo seine Mutter die Ratsapotheke betreibt. Die Chemie zwischen dem alten und neuen Betreiber scheint absolut zu stimmen. Über einen gemeinsamen Bekannten habe man sich kennengelernt, erzählt Norbert Zumloh. Der 59-Jährige leitete 30 Jahre lang die Apotheke, die er 1988 von seinem Vater Norbert übernahm. Doch die Apothekengeschichte des Ortes ist sehr viel älter, wie Norbert Zumloh in einer Chronik aufgelistet hat.

Im Jahr 1787 gründete Johann Matthias Thele aus Schledehausen in Neuenkirchen die erste Apotheke. In den Folgejahren betrieb Familie Meyer über drei Generationen die Apotheke. 1923 kaufte der aus Warendorf stammende Apotheker Josef Zumloh die Konzession. Nach dessen plötzlichen Tod verpachtete die Witwe an verschiedene Betreiber, bevor Norbert Zumloh (Senior) 1958 die Apotheke seines verstorbenen Vaters übernahm. Seit 1953 befand diese sich im neu errichteten Wohn- und Geschäftshaus an der Friedensstraße. Das Haus am alten Standort kaufte die Spar- und Darlehnskasse, die heutige Volksbank Neuenkirchen-Vörden.

Dritter Standort

Im Alter von 29 Jahren eröffnete Norbert Zumloh (Junior) an der Bahnhofstraße einen zweiten Standort, die St. Bonifatius-Apotheke, die nach Schließung der alten Apotheke 1996 den Namen „Zumloh’sche“ übernahm. 29 Jahre alt ist auch Justus Lager, der jetzt für die Kunden der gleiche vertrauenswürdige Ansprechpartner werden möchte wie sein Vorgänger. Norbert Zumloh hat sich „schnell an den Ruhemodus“ gewöhnt. Er erzählt von früheren Zeiten, als noch „eine Woche lang rund um die Uhr“ Dienst betrieben werden musste. Im Wechsel mit anderen Apotheken sei das alle vier Wochen so gewesen. Ganz schön anstrengend! Heute gibt es noch mehrmals im Jahr einen Sonntagsdienst für jede Apotheke.

Justus Lager möchte den Service seines Vorgängers für seine Kunden weiterführen. Dazu gehört im Einzelfall auch ein Zustelldienst, den es seit 60 Jahren hier gibt, wie Norbert Zumloh berichtet. „Relativ viele Rezepte von außerhalb“ landen in der Zumloh’schen Apotheke, hat der junge Apotheker bereits festgestellt. Viele von Ärzten aus Bramsche und Damme. Die Neuenkirchen-Vördener setzen also auf bekannte Gesichter, zu denen Justus Lager bald auch gehören möchte.


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