Pläne für Umbaumaßnahmen im Ausschuss 1,93 Millionen Euro für Schulerweiterung in Vörden eingeplant

Von Steffen Oevermann

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An der Grundschule wird über umfangreiche Erweiterungsvorhaben gesprochen, aber auch über die künftige Schulhofgestaltung. Foto: Marcus AlwesAn der Grundschule wird über umfangreiche Erweiterungsvorhaben gesprochen, aber auch über die künftige Schulhofgestaltung. Foto: Marcus Alwes

oev Neuenkirchen-Vörden. Großes Interesse gab es an der jüngsten Sitzung des Schulausschusses. Thomas Kocks vom Ingenieurbüro Rechtien aus Hinnenkamp stellte dort die ersten Pläne für die Erweiterung der Grundschule Vörden vor. Die Lokalpolitiker äußerten ihre Zustimmung, die Elternschaft brachte jedoch Bedenken bei der Gestaltung des Schulhofes zur Sprache.

Bereits 2016 ist an der Vördener Grundschule ein Fehlbedarf an Gruppenräumen sowie eines barrierefreien Unterrichtsraumes festgestellt worden. Auf der Grundlage einer für die Zukunft angenommenen Zweizügigkeit war die Erweiterung des Schulgebäudes geplant worden. Diese Planungen wurden jedoch verworfen, als im März dieses Jahres der Kindertagesstättenbedarfsplan aufzeigte, dass in naher Zukunft mit einer Dreizügigkeit der Grundschule gerechnet werden müsse.

Das Ingenieurbüro Rechtien wurde in der Folge damit beauftragt, die Erweiterungspläne auf eine Zweieinhalbzügigkeit mit der Möglichkeit einer Erweiterung auf eine Dreizügigkeit anzuwenden. Zudem sollte in dem Entwurf das schuleigene Konzept der Jahrgangsbereiche berücksichtigt werden.

Dieser Entwurf wurde nun im Schulausschuss den Kommunalpolitikern und zahlreichen Eltern vorgestellt. Die Erweiterung der Grundschule Vörden soll demnach in drei Bauabschnitten erfolgen und 1930000 Euro kosten. Ein Baubeginn ist realistisch nicht vor dem Jahr 2020 umzusetzen. Der Unterrichtsbetrieb soll während der Baumaßnahme ohne Auslagerung von Unterrichtsklassen regulär weiterlaufen.

Entlang der neuen Bushaltestelle an der Osnabrücker Straße in Richtung Vördener Aue soll ein zweigeschossiger Anbau mit insgesamt sechs allgemeinen Unterrichtsräumen, einem Gruppenraum und zwei dreizügigen Jahrgangsbereichen entstehen. Dieser Bauabschnitt ist nach Angaben von Thomas Kocks mit den bislang veranschlagten 1,18 Millionen Euro der kostspieligste Bauabschnitt. Zudem solle der bestehende Altbautrakt umgebaut und geringfügig erweitert werden. Zwei zweizügige Jahrgangsbereiche und ein Gruppenraum sollen dort ihren Platz finden. Außerdem solle der bestehende Werkraum umgebaut und an den Verwaltungsbereich, der ebenfalls vergrößert werden soll, angegliedert werden. Ebenfalls Teil der Maßnahmen seien eine Verlegung des Eingangsbereichs und die Gestaltung des Schulhofes.

Eine Erweiterungsvariante zur Schulstraße hin wurde dagegen verworfen. Diese für die Bedürfnisse der Schule weniger optimale Variante hätte zwar weniger Platz auf dem Schulgelände benötigt, jedoch eine Auslagerung in mobile Unterrichtsräume (Container) erforderlich gemacht. Eine Kostenersparnis wäre damit laut Bürgermeister Ansgar Brockmann wenig wahrscheinlich gewesen. Zudem befürchteten die Lokalpolitiker angesichts der optischen Auswirkungen auf das ortsbildprägende Schulgebäude negative Folgen auf die Bewilligungsaussichten von Förderanträgen für Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung in Vörden.

„Wir haben in den letzten zwei Jahren miteinander gerungen, eine gute Lösung zu finden. Mit diesem Vorentwurf sind wir sehr zufrieden, da unser Jahrgangsbereich-Konzept so optimal umgesetzt werden kann“, sagte Schulleiter Karsten Mühlmeier. Einzig die Gestaltung des Schulhofbereiches bereite ihm Bauchschmerzen.

Auch die Elternschaft der Vördener Grundschule teilt diese Bedenken. In einem an die Verwaltung und Politik gerichteten Brief bemängeln sie, dass mit den Plänen die qualitativ beste Fläche des Schulhofes dem Umbau zum Opfer fallen würde. Neben der geringeren Bewegungsfreiheit sei auch die kaum vorhandene Sonneneinstrahlung wenig optimal. „Wir müssen da einen Kompromiss finden“, meinte Bürgermeister Brockmann. Für ihn ist allerdings klar, dass diese Pläne nur umgesetzt werden, wenn die Schulhoffläche erheblich umgestaltet wird. Dafür stünden dann auch finanzielle Mittel in Höhe von rund 66000 Euro zur Verfügung.

Karlheinz Rohe (CDU) gab zu bedenken, was denn die Alternative sei. „Ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert über die Diskussion über den Pausenhof. In erster Linie geht es um die notwendige Erweiterung der Grundschule Vörden. Mit dem Umbau gibt es eine optimale räumliche Situation für die nächsten 15 Jahre – und das ist entscheidend“, so der Ratsvorsitzende.

Ebenso einstimmig erzielten die Schulausschussmitglieder eine Einigung für den Schuletat des kommenden Jahres. Für die Erweiterung der Grundschule wurden bereits in 2018 im Investitionsprogramm rund 600000 Euro eingeplant. In den Jahren 2019 und 2020 seien 400000 und 900000 Euro vorgesehen.

Außerdem sind etwa für die Erneuerung der Schwingböden der Sporthallen in den Ortsteilen Neuenkirchen und Vörden jeweils 170000 Euro berücksichtigt worden. Zudem begrüßte der Fachausschuss die Entscheidung des Landkreises Vechta, die Administration, Wartung und den Support für die Informationstechnologie an allen Schulen in kommunaler Trägerschaft mit einem gemeinsamen Wartunsgteam an drei unterschiedlichen Standorten übernehmen zu wollen. Für die Schulen im Südkreis Vechta soll 2019 am Dammer Gymnasium ein fester Anlaufpunkt mit IT-Fachleuten entstehen.


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