Bebauungsplan-Aufstellung empfohlen Pläne für Wohnquartier Am Mühlenhof in Vörden vorgestellt

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Neuenkirchen-Vörden. Am Ortseingang von Vörden soll in Höhe der Osnabrücker Straße 66/68 das Wohnquartier Am Mühlenhof entstehen. Das sehen Planungen einer kleinen Investorengruppe um Bernd Winkelmann und Stefan Spiegelburg vor. Eine Sanierung von bereits bestehenden Gebäuden soll dabei mit Neubauten kombiniert werden.

„Das ist ein interessantes Vorhaben und mal ein ganz anderer Investor“, stellte CDU-Ortspolitiker Rainer Duffe fest, als das Vorhaben der Öffentlichkeit sowie den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses des Gemeinderates vorgestellt wurde. Heinrich Hoppe von der Wählergemeinschaft IGNV lobte unterdessen, dass „sehr viel Grün eingeplant“ worden sei, um dem Wohnquartier ein freundliche Note zu geben. Und weil auch die SPD-Ratsherren Andreas Frankenberg und Günter Plohr keine Einwände formulierten, fiel das Votum des von Markus Grote (CDU) geleiteten Fachausschusses einstimmig aus. Der Bebauungsplan Nr. 73 „Wohnquartier Am Mühlenhof“ soll aufgestellt und das entsprechende Planverfahren auf den Weg gebracht werden. Das letzte Wort hat nun der komplette Gemeinderat in seiner Sitzung am 18. Dezember.

Ein hoher Anteil an Grün- und Sportflächen vorgesehen

„Es kann direkt in die Bauplanung eingestiegen werden“, verdeutlichte Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen. „Auf den Grundstücken sind neben der Errichtung von Neubauobjekten auch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den zum Teil leerstehenden Bestandsgebäuden angedacht“, heißt es dazu in einer Vorlage der Verwaltung für die Ratsmitglieder. Für die Nutzungsänderungen der Bestandsgebäude und den erforderlichen Sanierungsmaßnahmen seien zudem verschiedene Förderanträge im Rahmen der Dorferneuerung Vörden eingereicht worden. Diese lägen augenblicklich zur Prüfung dem Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Oldenburg vor. Das Bebauungs- und Gestaltungskonzept sei im Vorfeld aber mit den Zielen der Dorferneuerung Vörden abgestimmt worden, heißt es in der Verwaltungsvorlage durchaus zuversichtlich.

Das betreffende Grundstück sei „bereits erschlossen und grenzt unmittelbar an den unbeplanten Innenbereich der Ortslage Vörden an“, erläuterte Amtsleiter Rolfsen. Der Flächennutzungsplan weise eine bauliche Nutzung aus – und zwar eine Wohnbau- und Mischgebietsfläche, so Rolfsen. In ihrer Gesamtbewertung kommt die Verwaltung zu dem Fazit, dass das Vorhaben „zu begrüßen“ sei, „da das Gesamtkonzept neben Neubauprojekten auch leerstehende Bestandsgebäude integriert“. Nach den Planungen solle ein hoher Anteil an Grün- und Sportflächen vorgehalten werden. In einem geplanten Mehrfamilienwohnhaus sowie einem Reihenhaus seien insgesamt 24 barrierefreie Wohnungen unterschiedlicher Größe vorgesehen, die Bestandsgebäude sollen hingegen zu Wohn- und Gewerbezwecken umgenutzt werden.

Investor Winkelmann stammt selbst aus Vörden

Im Zentrum des Quartiers solle sich ein regelrechter Innenhof entwickeln. Die Zu- und Abfahrten zum Gelände würden nahezu unverändert bleiben. Am Anfang der Umgestaltung, so Jürgen Rolfsen, werde der Umbau der Bestandsgebäude stehen, dann folge die Innenhofgestaltung. Die Neubauerrichtung schließe sich daraufhin „nach und nach“ an.

Auch die Wiese links vor der Hofanlage soll für das Wohnbauprojekt genutzt werden.

Die kleine Investorengruppe habe ihren Sitz übrigens in Hasbergen im südlichen Landkreis Osnabrück, doch mit Bernd Winkelmann stamme einer ihrer zentralen Köpfe aus Vörden, so der Bauamtsleiter weiter. Dieser kenne die Situation vor Ort also sehr genau.


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