Rathaussturm am 11. 11. In Neuenkirchen sind die Jecken an der Macht

Von Hans Schmutte

Beim Sturm auf das Rathaus maschierten (v. li.) Hofnarr Hubert Middendorf, Prinz Michael I. Möller („Haumi“) und Adjutant Andreas Feldkamp vor dem Narrentross. Foto: Hans SchmutteBeim Sturm auf das Rathaus maschierten (v. li.) Hofnarr Hubert Middendorf, Prinz Michael I. Möller („Haumi“) und Adjutant Andreas Feldkamp vor dem Narrentross. Foto: Hans Schmutte

Neuenkirchen-Vörden. Überzeugend wirkte der Widerstand von Bürgermeister Ansgar Brockmann beim Sturm der Narren auf das Rathaus nicht. Allerdings hatte der CNN (Club Neuenkirchener Narren) sich mit dem zweitgrößten Karnevalsclub, den „VIP´s mit Schwips“, zu einer schlagkräftigen Schar von annähernd 1 x 111 Narren vereint, gegen die jeder Widerstand zwecklos erschien.

So blieb Brockmann nur, die Narren um Prinz Michael I. Möller („Haumi“) und Gefolge in die Geheimnisse des Regierens einzuweihen, bevor er sich in den Winterschlaf verabschiedete. CNN-Präsident Frank Umland stellte fest, das teure Wirtschaftswegekonzept sei überflüssig. Er finde die Wirtschaften im Ort auch so. Weiter stellte er fest, Neuenkirchen habe einen eigenen Hambacher Forst, den Habichtshorst im Kleinen Esch – den Habichtshorst-Forst. Die Anwohner hätten die ersten Baumhäuser bereits errichtet. Der Verfassungsschutz sei aktiv geworden, da sich die AZN, „ Autonome Zelle Neuenkirchen“, gegründet habe.

Prinz Michael I. bekam für die Rede in Reimform reichlich Lacher und Applaus. Brockmann hatte Bedenken, dass der leichtgewichtige „Haumi“ den schweren Regierungsstürmen nicht standhalten könne. „Wenn Cord Leiber auf der Reuperversammlung einatmet, saugt er dich mit ein“, gab er zu bedenken.

Frank Umland wird bei der Sessionseröffnung im nächsten Jahr nicht mehr als Präsident dabei sein, er tritt im Frühjahr nach 25 Jahren zurück. Ob Ansgar Brockmann dann noch das Bürgermeisteramt in Neuenkirchen-Vörden bekleidet, stellte er mit einer närrischen Bemerkung infrage. „Dann kann ich schon in Vechta Bürgermeister sein“, spielte er auf die Wahl in der Kreisstadt an.

Die Narren feierten eine wirklich gelungene, locker-lustige Sessionseröffnung und hatten mit den geplanten Besuchen in den Gaststätten Kruse und Taubke-Westerhaus noch ein anstrengendes Programm zu absolvieren.


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