Acht Prozent Dividende für Mitglieder Volksbank Neuenkirchen-Vörden präsentiert sich ertragsstark

Von Hans Schmutte

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Zufriedene Gesichter während der Generalversammlung der Volksbank Neuenkirchen-Vörden: (v.l.) Stefan Grüterich, Kathrin Middendorf, Reinhard Rehling, Hans-Jürgen Timpe, Ralf Claus und Uwe Schumacher (Niedersachsenpark GmbH).Zufriedene Gesichter während der Generalversammlung der Volksbank Neuenkirchen-Vörden: (v.l.) Stefan Grüterich, Kathrin Middendorf, Reinhard Rehling, Hans-Jürgen Timpe, Ralf Claus und Uwe Schumacher (Niedersachsenpark GmbH).

Neuenkirchen-Vörden. „Wir machen den Weg frei“, heißt es in einem Werbeslogan der Volks- und Raiffeisenbanken. Das gilt ganz offensichtlich auch für den Erfolgsweg der Volksbank Neuenkirchen-Vörden. Vorstand und Aufsichtsrat konnten ihren Mitgliedern ein sehr zufriedenstellendes Zahlenwerk für 2017 präsentieren.

Aber auch der Blick auf das laufende Jahr begründet die Hoffnung auf einen erfolgreichen Verlauf. „Die Ertragskraft der relativ kleinen Volksbank Neuenkirchen-Vörden ist im Vergleich mit umliegenden Instituten hervorragend“, stellte Stefan Grüterich, Prüfungsdienstleiter im Genossenschaftsverband Weser-Ems in seinem Grußwort fest. Zuvor hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Jürgen Timpe Mitgliedern, Gästen und Bankverantwortliche zur gut besuchten Generalversammlung im Saal Wellmann begrüßt. Timpe war auch Moderator der Veranstaltung.

In dem Bericht der Vorstandsmitglieder Reinhard Rehling und Ralf Claus gaben diese zunächst einen allgemeinen Überblick über das vergangene Jahr. Nicht ohne Stolz wurde der Bekanntheitsgrad der Volksbanken mit 95 Prozent erwähnt und die überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit.

Bei der Vorstellung des Zahlenwerkes fiel auf, dass sich die Bilanzsumme leicht, von 161,4 Millionen in 2016, auf 158,5 Millionen in 2017 verringert hat. Der Rückgang, so die Vorstände, resultiere im Wesentlichen aus Rückführung eigener Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Aus Gründen der Rentabilität seien diese Rückführungen bei anhaltender Niedrigzinsphase bewusst vorgenommen worden. Die Kundenausleihungen wuchsen moderat, um etwa eine, auf 121,3 Millionen Euro. Das liege einerseits an der geringeren Investitionstätigkeit in der Landwirtschaft, da neue Ställe kaum noch gebaut würden, zum anderen seien viele Kredite mit längerer Zinsbindung an Verbundinstitute vermittelt worden. Dort sei es in den letzten zwei Jahren zu einer Steigerung des Kreditvolumens um 16,7 Prozent auf mittlerweile 52,3 Millionen Euro gekommen. Hier spiele die rege Bautätigkeit der Bank in die Karten.

Die Kundeneinlagen gingen um eine Million Euro auf 96,2 Millionen Euro zurück, nachdem sie 2016 noch um 13 Millionen Euro gestiegen waren. Es werde nun verstärkt in Wertpapier- und Fondsvermögen investiert, hieß es. Diese Anlagen erhöhten sich in den vergangenen zwei Jahren um etwa sieben, auf 66,3 Millionen Euro.

Hauptertragsquelle ist trotz anhaltender Niedrigzinsphase der Zinsüberschuss. 2017 waren das 3,68 Millionen Euro. Auf der Kostenseite sind die Personalkosten mit 2,09 Millionen Euro der dickste Brocken, wobei die Betriebskosten insgesamt leicht rückläufig waren.

Nach 600000 Euro Vorwegzuweisungen in die Rücklagen betrug der Bilanzgewinn rund 525000 Euro, der zum Teil für die Zahlung einer Dividende in Höhe von acht Prozent Verwendung findet. Die Anzahl der Mitglieder stieg deutlich auf 3567 an, Tendenz weiter steigend. Aufsichtsratsmitglied Kathrin Middendorf musste sich unterdessen turnusgemäß zur Wahl stellen. Einstimmig, wie alle Entscheidungen, fiel auch ihre Wiederwahl aus.

Niedersachsenpark-Geschäftsführer Uwe Schumacher stellte anschließend als Gastredner die Erfolgsgeschichte des interkommunalen Industriegebietes vor. 62 Firmen hätten sich mittlerweile angesiedelt, die 2500 Menschen beschäftigen, so Schumacher. Bei der guten Bewerberlage um Grundstücke könne man gezielt geeignete Investoren aussuchen. Der Weggang des ersten Ankerinvestors, PSA, sei keine Absage an den Niedersachsenpark, sondern organisatorisch durch die Opel-Übernahme bedingt. Längere Leerstände befürchte er dadurch nicht.


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