Anwohner verärgert über Eltern-„Taxis“ Wirbel um 42 Halteverbotsschilder in Neuenkirchener Kleinsiedlung

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Neuenkirchen-Vörden. In der Kleinsiedlung rund um die Grundschule Im Herrengarten sorgen 42 (!) unlängst aufgestellte Halteverbotsschilder und verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt für helle Aufregung.

Die Anwohner fühlen sich über Gebühr eingeschränkt. Das eigentliche Problem – das der sogenannten Eltern-„Taxis“ zur Grundschule Neuenkirchen – werde aber so nicht gelöst, beklagen sie.„Diese Haltverbotsschilder bringen gar nichts“, sagt Volker Tews. Er ist zugleich Initiator einer Unterschriftenaktion unter den Anwohnern der Straßen Im Herrengarten, Im Winkel und Im Zuschlag. Letztgenannte haben die Protestnote, die inzwischen im Rathaus an Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen übergeben wurde, fleißig unterzeichnet.

„Das ursächliche Problem war das Halten vor der Schule in der zweiten oder gar dritten Reihe“, spielen Tews & Co. auf jene Eltern an, die ihre Sprösslinge täglich zwischen 7 und 8 Uhr mit dem Auto zur Grundschule bringen bzw. dort zwischen 12 und 14 Uhr wieder abholen. Die Herrengarten-Siedlung, in die nur eine enge Straße hineinführe, sei dann verstopft. Auch der große Verkehrsrückstau beim Herausfahren der Eltern-„Taxis“ an der Einmündung zur Holdorfer Straße erweise sich als permanente Belastung. Durch die 42 Schilder mit dem zeitlich begrenzten Halteverboten sei hier aber keine Besserung eingetreten, so Tews. Das Nadelöhr am Ein- und Ausgang der Siedlung sei geblieben.

Unterschriftenlisten im Rathaus an Bauamtsleiter übergeben

Hinzu kämen angeblich übereifrige Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden, die nun überall in der gesamten Siedlung in besagten Zeitfenstern morgens und mittags allerlei Strafzettel schreiben – weniger gegen die Fahrer der besagten Eltern-„Taxis“, so Tews, sondern mehr gegen die Anwohner, die während der beiden Halteverbotsphasen vor der eigenen Haustür nicht jedes Mal ihre Autos vom Straßenrand wegfahren. Nicht direkt an der Grundschule würden also Parksünder notiert, „unsere ganze Siedlung wird bestraft“, bemängelt Tews-Mitstreiter Markus Punte.

Volker Tews (Mitte, mit Handy am Ohr) kündigt die Bürgergruppe telefonisch bei der Rathausverwaltung zur Unterschriftenübergabe an. Foto: Marcus Alwes

Das Aufstellen der 42 Halteverbotsschilder an nahezu jeder Ecke der Kleinsiedlung sei durch die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Vechta angeordnet worden, heißt es dazu aus dem Rathaus in Neuenkirchen-Vörden. Für das eifrige Aufschreiben der Parksünder sei allerdings das eigene Ordnungsamt zuständig. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir die neue Regelung rund um die Grundschule erproben wollen und sie nach einiger Zeit selbstkritisch überprüfen werden“, stellte Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen fest. Dies werde demnächst erfolgen. Änderungen seien theoretisch denkbar. Bei den entsprechenden Beratungen, so Rolfsen, seien dann auch die gewählten Gemeinderatsmitglieder gefragt. Aus deren Kreis wohnte der stellvertretende Bürgermeister Martin Menke (CDU) der Unterschriftenübergabe im Rathaus bei.


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