Aktion kommt bei Kunden gut an Obsthof Prüllage in Neuenkirchen spart Plastik ein

Von Ilona Ebenthal

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Beim Plastik sparen aktiv sind Christa Torbecke (links) und Petra Böckmann. Foto: Ilona EbenthalBeim Plastik sparen aktiv sind Christa Torbecke (links) und Petra Böckmann. Foto: Ilona Ebenthal

Neuenkirchen-Vörden. Ein weißes Schild hängt in der Tür zum Hofladen beim Obsthof Prüllage in Neuenkirchen. „Helfen Sie uns Plastik einzusparen“ heißt es hier – und die Kunden sind begeistert.

Per E-Mail meldete sich eine Leserin bei unserer Redaktion. Als Kundin des Obsthofes berichtete die Dame aus Gehrde von dieser „vorbildlichen Aktion“. Sie selber stehe „mit Gefäß an“ auch bei anderen Geschäften und hoffe, dass diese Idee weitere Kunden ermuntere, es ihr nachzutun. Und das machen die Kunden beim Obsthof Prüllage inzwischen in großer Zahl. Auch Christa Torbecke aus Rieste marschiert mit dem Einkaufkorb an und findet das nur selbstverständlich.

Seit Saisonstart sind auf dem Obsthof mehr als 8000 Plastikschalen und Tüten eingespart worden. Die aktuelle Anzahl schreibt Petra Böckmann täglich auf einen Zettel, der unter dem Schild an der Tür platziert wird. Auf die Plastikschalen für Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Co. könne nicht ganz verzichtet werden, da Pappschalen sehr feuchtigkeitsempfindlich seien, meint sie. Ein Regenschauer bei der Ernte sei da schon zu viel. Und da der Obsthof keine Schalen zurücknehmen dürfe, sei die einzige Möglichkeit, die Früchte an der Ladentheke in mitgebrachte Gefäße umzufüllen. So verlasse der Behälter den Laden nicht und könne wiederverwertet werden.

Der Obsthof Prüllage in Neuenkirchen ruft zum Plastiksparen auf.

Die Aktion habe „gut Wellen geschlagen“, freut sich die Obstverkäuferin, die jeden Abend die eingesparten Plastikgefäße zählt. Da der Obsthof sich nicht durch die Aktion bereichern möchte, wird ein Cent pro Schale und Tüte für einen guten Zweck gespendet. Viele Kunden zeigen sich begeistert. Man habe nicht gedacht, wieviel Plastik allein „in diesem kleinen Laden“ gespart werden könne, habe es geheißen. Man müsse nur seine Gewohnheiten ändern, meint Kundin Christa Torbecke und Petra Böckmann findet: „Jeder muss ein bisschen was tun“.


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