Sitzung des Schulausschusses Erweiterungsplan für Grundschule Vörden wird überarbeitet

Von Hans Schmutte

Für die Grundschule Vörden wird ein neues Erweiterungskonzept erarbeitet. Archiv-Foto: Marcus AlwesFür die Grundschule Vörden wird ein neues Erweiterungskonzept erarbeitet. Archiv-Foto: Marcus Alwes

Neuenkirchen-Vörden. Die Erweiterungspläne für die Grundschule Vörden sind vorläufig gestoppt worden. Grund sind veränderte Prognosen zu den künftigen Schülerzahlen.

Eigentlich sollte an der Grundschule Vörden schon ein Baukran stehen und die Erweiterungsarbeiten in vollem Gange sein, so Bürgermeister Ansgar Brockmann bei der Schulausschusssitzung am vergangenen Dienstag. Auf der Grundlage einer für die Zukunft angenommenen Zweizügigkeit war die Erweiterung des Schulgebäudes geplant worden. Die Zahlen aus dem jüngsten Kindergartenbedarfsplan haben allerdings gezeigt, dass die Grundschule Vörden sich auf eine Dreizügigkeit einstellen muss. Daher wurden die bisherigen Planungen gestoppt, um die neue Entwicklung bei einem Anbau zu berücksichtigen. Jetzt soll kurzfristig ein Planungsbüro mit der Erarbeitung eines Erweiterungskonzeptes beauftragt werden. Umgesetzt werden soll, so Brockmann, in einem ersten Schritt allerdings nur eine Zweieinhalbzügigkeit.

Medienentwicklungsplan

Weiter beschäftigte sich der von Renate Pohlmann (CDU/IGNV) geleitete Ausschuss mit dem Medienentwicklungsplan der Gemeinde. Der 70 Seiten umfassende Plan wurde vom Bielefelder Büro Garbe & Lexis für den Landkreis Vechta und all seine Kommunen erstellt. Der Inhalt wurde vom Bürgermeister zusammenfassend vorgetragen. Eins steht bereits fest: Es kommen nicht unerhebliche Kosten auf die Gemeinde zu. Von 50 000 Euro für Hard- und Software, plus 30 000 für Wartung und Support, also rund 80 000 Euro, sei auszugehen, so Brockmann. Aufgrund der stetigen technischen Weiterentwicklung ist dieser Betrag jährlich aufzubringen. Derzeit stimmen sich die Kommunen im Landkreis ab, um die Bereiche Hard- und Software möglichst zu vereinheitlichen, damit Synergieeffekte genutzt werden können. Angestrebt wird, Wartung und Support kreisweit zentral durchführen zu lassen.

Der Medienentwicklungsplan beinhaltete folgende Phasen, die aufeinander aufbauen und voneinander abhängen: Die Erstellung eines medienpädagogischen Konzeptes, die Breitbandanbindung, schulinterne Netze und Serverlösungen, Beschaffung von Hard- und Software, sowie Wartung und Support. Es wird von einem Geräteschlüssel bei den Schülern von 1:5 ausgegangen, bei den Lehrern von 1:10.

Ausschussmitglied Karl-Heinz Rohe (CDU/IGNV) äußerte Bedenken, dass es bei den Lehrkräften eventuell. an der Bereitschaft fehle, mit den neuen Medien zu arbeiten. Dem widersprachen die anwesenden Vertreter der Schulen vehement und belegten ihre Aussagen mit Beispielen aus der Praxis.

Weiter berichtete die Verwaltung über eine Gesetzesänderung, die direkten Einfluss auf die Zahl der Einschulungen im neuen Schuljahr hat: Bei Kindern, die zwischen dem 1. Juli. und 30. September Geburtstag haben, entscheiden die Eltern, ob sie in diesem oder nächsten Jahr eingeschult werden. In der Gemeinde haben sich die Eltern von sieben Kindern für eine Verschiebung der Einschulung in das nächste Jahr entschieden.

Kritik an „Schilderwald“

Außerdem berichtet der Bürgermeister über ein Thema, das in Vörden derzeit zu hitzigen Debatten führt: der angebliche Schilderwald in der Straße Im Herrengarten. Auf Antrag der Gemeinde wurde dort vom Landkreis Vechta ein zeitlich begrenztes Halteverbot angeordnet. Dafür wurden 42 entsprechende Verkehrszeichen aufgestellt. Ein unnützer „Schilderwald“, sagen viele Vördener. Brockmann begründete die hohe Zahl der Verkehrszeichen allerdings mit der erforderlichen Rechtssicherheit. Weiter erläuterte er, dass derzeit bei festgestellten Zuwiderhandlungen von der Gemeinde „Gelbe Karten“ verteilt würden. Allerdings sehe er die Notwendigkeit, auf Dauer „Knöllchen“ zu verteilen.


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