Quader wurde angeliefert Sandstein für die Vördener Stele kommt aus Ibbenbüren

Von Hans Schmutte

Viel Arbeit steckt noch in dem Stein, auf dem Charlotte Voigt sitzt. Dahinter von links Heinrich Brand, Volker Voigt und Manfred Stahl. Foto: Hans SchmutteViel Arbeit steckt noch in dem Stein, auf dem Charlotte Voigt sitzt. Dahinter von links Heinrich Brand, Volker Voigt und Manfred Stahl. Foto: Hans Schmutte

Neuenkirchen-Vörden. Die Umsetzung der Planungen für die Vördener Stele in die Tat kann beginnen. Der erforderliche Sandstein wurde geliefert. Die Erinnerung an die 675-Jahr-Feier soll in den Stein gemeißelt werden.

Ins Schwärmen gerät die Kunsthistorikerin und Bildhauerin Charlotte Voigt, wenn sie die Vorzüge des etwa 185 Zentimeter hohen Sandsteinblocks mit Kantenlängen von 40 mal 40 Zentimeter beschreibt. „Er hat eine wunderbar kräftige Maserung und kaum Einschlüsse“, freut sie sich. Geliefert wurde der etwa 650 Kilo schwere Stein von der Firma Schwabe-Naturstein aus Ibbenbüren. „Der Sandstein aus Ibbenbüren ist besonders witterungsbeständig und hat keine Sandeinschlüsse“, berichtet Charlotte Voigt. Gemeinsam mit ihrem Vater, dem Steinmetzmeister Volker Voigt, soll sie die Stele fertigen. Dabei ist sie für die Durchführung der handwerklichen Arbeiten zuständig, während ihr Vater „ein kritisches Auge“ darauf wirft und beratend tätig sein wird.

Sandsteinquader wird auf Messe 67 ausgestellt

Bevor es an die praktische Arbeit geht, können Interessierte den Rohling in Augenschein nehmen. Auf der Messe 67, an dem Wochenende 21. und 22. April, ist der Steinmetzbetrieb Voigt + Feldker mit einem Stand vertreten, an dem auch der Sandstein zu sehen sein wird.

Nach der Messe beginnt Charlotte Voigt mit der Bearbeitung des Steins. Das geschieht überwiegend traditionell mit Hammer und Meißel, zum Teil aber auch mit maschineller Unterstützung. Beginnen möchte sie mit der Krone der Stele. Die beiden Kirchen, das alte Rathaus und das Ackerbürgerhaus werden dort dargestellt. Diese Gebäude sollen fließend nach unten in den Stein übergehen. Auf einem Seitenteil des Kunstwerkes werden Ortswappen und die Jahreszahlen 1341 – 2016 erhoben ausgearbeitet. Alles andere wird als Vertiefung in den Stein gearbeitet. Die zweite Seite soll an die Vördener Handwerkstraditionen der Fleischer und Pflasterer erinnern, eine weitere das moderne Vörden mit Naturbad, Schule und Busstation zeigen. Die letzte Seite ist für landwirtschaftliche Motive vorgesehen.

Die Künstlerin plant etwa ein Jahr für die Fertigstellung ein. „Das ist ein künstlerischer Prozess, bei dem immer wieder Pausen von einigen Tagen eingelegt werden müssen. Die praktische Umsetzung der Ideen muss immer wieder gedanklich reifen“ erläutert sie.

Auftraggeber für die Stele ist das Organisationsteam der 675-Jahr-Feier, vertreten durch Manfred Stahl und Heinrich Brand. Sie haben ihre klaren Vorstellungen der Bildhauerin mitgeteilt, lassen ihr aber gleichzeitig genügend künstlerische Freiräume bei der Umsetzung.

Spenden für die Stele sind steuerlich absetzbar

Die Skizze für die vier Seiten der Stele.

Für die Finanzierung der rund 10 000 Euro teuren Stele ist bisher erst ein Betrag von rund 1500 vorhanden. Dabei handelt es sich um den Überschuss von der 675-Jahr-Feier. Daher hoffen Stahl und Brand auf zahlreiche kleine und große Spenden. Die können auf das Gemeindekonto bei der örtlichen Volksbank eingezahlt werden. Die IBAN lautet: DE 87 2806 7068 0002 9130 00. Auf Wunsch bekommen die Spender Quittungen von der Gemeinde ausstellt.