Stadtwerke-Modell oder Wasserverband-Beitritt? Finale Entscheidung über Zukunft des Wasserwerks Vörden naht

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Aus dem Wasserwerk an der Hinnenkamper Straße werden die Haushalte in Vörden und Campemoor versorgt. Foto: Marcus AlwesAus dem Wasserwerk an der Hinnenkamper Straße werden die Haushalte in Vörden und Campemoor versorgt. Foto: Marcus Alwes

Neuenkirchen-Vörden. Stadtwerke-Modell oder Beitritt zu einem der bestehenden Wasserverbände in der Region? Der Gemeinderat biegt beim Ringen um die Zukunft des sanierungsbedürftigen Wasserwerks Vörden auf die Ziellinie ein. Montag tagt der zuständige Fachausschuss der Ortspolitiker ab 18 Uhr – öffentlich.

Seit Monaten wogt die Diskussion hin und her. Es gab öffentliche und nicht-öffentliche Beratungen der Kommunalpolitiker, Experten wurden geladen und gehört. Es gab Vor-Ort-Termine sowie Infomationsgespräche in Nachbargemeinden. Und es gab eine – eher bescheiden besuchte – Bürgerinformationsveranstaltung der Gemeinde im Gasthaus Wellmann in Vörden. Bürgermeister Ansgar Brockmann betrachtet alle wesentlichen Aspekte der Diskussion inzwischen als ausgetauscht und hält eine finale Grundsatzentscheidung in der Ratssitzung am Dienstag, 24. April, für denkbar.

Fachausschuss tagt am Montag, 18 Uhr, im Rathaus

Zuvor tritt aber der Betriebsausschuss noch einmal zusammen. Übermorgen, am 16. April um 18 Uhr im Rathaus. „Ich gehe davon aus, dass es eine ganze Reihe von interessierten Bürgern gibt“, sagt Brockmann und rechnet dann mit dem einen oder anderen Zuhörer auf der Empore des Sitzungssaales.

„In dieser Sitzung soll die Öffentlichkeit über die Inhalte der beiden nicht-öffentlichen Betriebsausschusssitzungen vom 5. und 12. April informiert werden“, hat der Bürgermeister in einer Vorlage für die Ratsmitglieder notiert. Und weiter: „In den beiden genannten Sitzungen sind Informationen zur Weiterführung der Aufgabe in einem Stadtwerke-Modell sowie steuerlichen Auswirkungen eines solchen Modells und zum Beitritt zu zwei bestehenden Wasserverbänden gegeben worden.“ Es sei aber auch sinnvoll, so Brockmann, die Sitzung am Montagabend zu einem inhaltlichen Austausch über die verschiedenen Nachfolgelösungen zu nutzen.

Ein Stadtwerke-Modell (mit dem Wasserwerk Vörden und der Kläranlage; vielleicht auch mit dem örtlichen Naturbad) steht als Lösung einem Beitritt zum 1. Januar 2019 zum Wasserverband Bersenbrück oder zum ostfriesisch-oldenburgischen OOWV gegenüber.

In der Mehrheitsgruppe des Gemeinderates – gebildet aus CDU und Wählergemeinschaft IGNV – zeichnet sich dabei offenbar eine Zustimmung zur zweiten Variante ab, auch weil eine Frage bei vielen Ortspolitikern als ungelöst gilt: Woher soll die Gemeinde bei einem Stadtwerke-Modell das notwendige Fachpersonal nehmen, um die im Alltag anstehenden technischen Aufgaben bei der Betriebsführung eines Wasserwerks sachkompetent bewältigen zu können? Ein zügiger Beitritt zu einem der regionalen Wasserverbände scheint für die meisten Ratsmitglieder von Union und IGNV somit die favorisierte Lösung zu sein.

Ob die SPD/FDP-Fraktion im Ausschuss und später im gesamten Rat tatsächlich geschlossen abstimmen wird, muss sich ebenfalls erst noch zeigen. Fraktionsvorsitzender Hermann Schütte jedenfalls wirbt persönlich für das Stadtwerke-Modell.

Bürgermeister Brockmann jedenfalls wurde in den vergangenen Wochen nicht müde, einen Aspekt ganz besonders zu unterstreichen: Egal, wie das Ratsvotum am Ende auch ausfällt – die Versorgungssicherheit und die Wasserqualität werden in jedem Fall in Vörden und Campemoor gewährleistet bleiben.


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