Rat bittet Landkreis um Hilfe Morgens und mittags Halteverbot vor Grundschule Neuenkirchen

Von Marcus Alwes

Vor der Grundschule im Ortsteil Neuenkirchen ist die Parkplatzsituation – im Gegensatz zu diesem Bild – sehr häufig sehr angespannt. Foto: Marcus AlwesVor der Grundschule im Ortsteil Neuenkirchen ist die Parkplatzsituation – im Gegensatz zu diesem Bild – sehr häufig sehr angespannt. Foto: Marcus Alwes

Neuenkirchen-Vörden. Im Bereich der Straße Im Herrengarten – also rund um die Grundschule im Ortsteil Neuenkirchen – soll es demnächst von montags bis freitags ein absolutes Halteverbot geben. Und zwar zeitlich befristet von 7 bis 8 Uhr morgens und von 12 bis 14 Uhr in der Mittagszeit. Dafür hat sich der Gemeinderat mit sehr klarer Mehrheit ausgesprochen.

Alle Ortspolitiker aus den Reihen der CDU- und der SPD/FDP-Fraktion votierten zusammen mit den IGNV-Vertretern Anke Leferenz-Lehnert und Heinrich Hoppe für die Empfehlung, die nun durch Bürgermeister Ansgar Brockmann an den Landkreis Vechta (Untere Verkehrsbehörde) zu einer endgültigen Entscheidung weitergeleitet werden wird.

Bei der Abstimmung während der Ratssitzung enthielt sich der stellvertretende Bürgermeister Josef Schönfeld (Wählergemeinschaft IGNV). Sein Fraktionskollege Burkhard Kramer stimmte sogar gegen das zeitlich befristete Halteverbot. Letztgenannter forderte ein, „mehr Parkmöglichkeiten zu schaffen, um die Situation zu entschärfen“, bevor Schilder mit einem Halteverbot aufgestellt werden. Ähnlich in der Sache äußerte sich auch Josef Schönfeld, der die Situation als unbefriedigend bezeichnete.

Die zuletzt immer schwierigere Verkehrssituation an der Grundschule im Sektor Im Herrengarten – vor allem kurz vor Unterrichtsbeginn und kurz nach Unterrichtsende – hatten die Diskussionen im Gemeinderat noch einmal angefacht. In einer Vorlage der Verwaltung werden das zeitweise hohe Verkehrsaufkommen in der durchaus engen Straße an Werktagen und dessen Folgen wörtlich als katastrophal bezeichnet. „Bedingt durch die Bring- und Abholverkehre und die Situation mit einer Einmündung, kommt es regelmäßig zu gefährlichen Situationen und auch zu Belastungen für die Anlieger der Straßen“, heißt es in dem Verwaltungspapier weiter.

Unter anderem der Schulelternrat hatte den Gemeinderat zum Handeln aufgefordert und Abhilfe verlangt. Die Mehrheit der Kommunalpolitiker sieht nun in einem absoluten Halteverbot in den beiden oben genannten Zeitfenstern (morgens und mittags) einen ersten Schritt, um das Problem zumindest etwas entschärfen zu können. „Nach Auskunft der unteren Verkehrsbehörde beim Landkreis Vechta hat man in ähnlich gelagerten Problemfällen in Vechta mit der Ausweisung eines zeitlich begrenzten absoluten Halteverbots erreicht, dieses Phänomen – und damit die Gefahrensituation – deutlich zu verringern“, erklärte die Gemeindeverwaltung dazu in ihrer Vorlage für die Ratsmitglieder.