Empfehlung zu „In den Kämpen“ Keine Ausnahme für Tagespflege-Initiative in Vörden

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Bernhard Wessel hatte diese Scheune in Vörden – vorne links auf dem Bild – als möglichen Standort einer Tagespflege für Senioren in die Diskussion gebracht. Foto: Marcus AlwesBernhard Wessel hatte diese Scheune in Vörden – vorne links auf dem Bild – als möglichen Standort einer Tagespflege für Senioren in die Diskussion gebracht. Foto: Marcus Alwes

Neuenkirchen-Vörden. Eine Befreiung von den Festsetzungen des bestehenden Bebauungsplanes, um auf dem Grundstück In den Kämpen 2 in Vörden eine Scheune umzugestalten und dort eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren zu errichten, soll es nicht geben. Das hat nach dem Bau- und Umweltausschuss jetzt auch der komplette Gemeinderat unterstrichen.

Alle 20 anwesenden Kommunalpolitiker stimmten damit einmütig gegen eine von Bernhard Wessel beantragte Ausnahmeregelung. Diese Empfehlung des Rates wird nun an die Landkreis-Verwaltung in Vechta weitergeleitet, die in der Sache das letzte Wort haben wird.

Antragsteller Bernhard Wessel – selbst Ratsherr der CDU – hatte sich an der Debatte und Abstimmung im Gemeinderat in Neuenkirchen-Vörden nicht beteiligt, um nicht in einen Interessenkonflikt zu geraten. Alle anderen Ortspolitiker (SPD-Mann Andreas Frankenberg und AfD-Vertreter Waldemar Herdt fehlten entschuldigt) formulierten unterdessen ihre Bedenken. „Der Bedarf an Tagespflegestellen ist prinzipiell unumstritten. Aber für die CDU/IGNV-Gruppe geht das in diesem konkreten Fall nur über eine offizielle Änderung des Bebauungsplanes Nr. 38“, sagte beispielsweise Christdemokrat Rainer Duffe: „Eine Befreiung von den gültigen Festsetzungen kann es dagegen nicht geben.“

Fördermittel des Landes aus der Dorferneuerung?

In ein ähnliches Horn stieß auch Günter Plohr aus den Reihen der SPD/FDP-Fraktion. „Eine Tagespflege-Einrichtung ist sehr notwendig“, betonte er, aber den besagten Standort an der Straße In den Kämpen halte er für nicht geeignet. Beispielsweise sei hier der Zustand der Straße – und damit die Zuwegung zum Gelände – momentan in keinem geeigneten Zustand, so Plohr.

Ob Bernhard Wessel nach der negativen Empfehlung des Rates nun gegenüber der Kreisverwaltung in Vechta weiterhin an seinem Ausnahmeantrag festhalten wird, muss sich in den nächsten Monaten zeigen. Entscheidend dürfte auch sein, ob er vom Land Niedersachsen für seine Projektidee, die Scheune in eine Tagespflege-Einrichtung umzugestalten, tatsächlich konkrete Fördermittel aus dem Topf der sogenannten Dorferneuerung in Aussicht gestellt bekommt.


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