Flächennutzungsplanänderung angestoßen Rat einmütig für weitere Einzelhandelsfläche in Vörden

Von Marcus Alwes

Die Fläche links der L76 – an der Lindenstraße – soll als Sektor für eine Einzelhandelsansiedlung eingeplant werden. Foto: Marcus AlwesDie Fläche links der L76 – an der Lindenstraße – soll als Sektor für eine Einzelhandelsansiedlung eingeplant werden. Foto: Marcus Alwes

Neuenkirchen-Vörden. Der Gemeinderat hat einstimmig ein Verfahren zur Flächennutzungsplanänderung eingeleitet, um mittelfristig an der Lindenstraße am Ortsausgang von Vörden eine Einzelhandelsansiedlung zu ermöglichen. Gedacht wird an einen Nahversorger im Lebensmittelbereich.

Die besagte Fläche liegt in Fahrtrichtung Neuenkirchen rechts von der L76 und ist insgesamt etwas mehr als zwei Hektar groß.

„Die Ortslage Vörden hat sich in den letzten Jahren außerordentlich positiv entwickelt. Die Maßnahmen der Dorferneuerung steigern die Aufenthaltsqualität sowie die Attraktivität im Ortskern. Die verkehrsgünstige Lage an der Autobahn A1 fördert die wirtschaftliche Entwicklung“, wird in einer Vorlage der Verwaltung für die Ratsmitglieder betont. Dazu komme das für die nächsten Jahre prognostizierte Bevölkerungswachstum. „Bei dieser zu erwartenden Entwicklung muss sich die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden auch den Herausforderungen einer ausreichenden Infrastruktur stellen. Neben dem Vorhalten von öffentlichen Einrichtungen muss auch die Nahversorgung der Bevölkerung in der Ortslage Vörden gesichert werden. Es ist daher planerische Zielsetzung, eine wohnortnahe Versorgungsfunktion zu gewährleisten“, heißt in dem Papier der Verwaltung weiter.

Einstimmiges Votum aller Gemeinderatsmitglieder

Vertreter aller Ratsfraktionen (nur SPD-Mann Andreas Frankenberg und AfD-Vertreter Waldemar Herdt fehlten entschuldigt) machten während der Debatte deutlich, dass sie prinzipiell das Vorhaben einer Einzelhandelsansiedlung in diesem Sektor von Vörden begrüßen würden. „Wir gehen mit dem Beschluss in die richtige Richtung“, sagte beispielsweise Rainer Duffe für die Mehrheitsgruppe von CDU und Wählergemeinschaft IGNV. Eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes könne zudem schon bald in das Regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises Vechta eingeplant werden, so der Christdemokrat. Als „absolut sinnvoll“ bezeichnete auch Günter Plohr für die SPD/FDP-Fraktion das Vorhaben. Mit Blick auf einen möglichen weiteren Nahversorger in Vörden stellte der Sozialdemokrat fest: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Deshalb wäre eine solche Ansiedlung auch ganz im Sinne der Bevölkerung, so Plohr.

Auf den Weg gebracht werden soll neben dem einmütigen Votum des Rates zur Flächennutzunsplanänderung auch die Erstellung eines Einzelhandelskonzeptes für Neuenkirchen-Vörden. Darin lege die Gemeinde auf der Grundlage einer konkreten Bestandserhebung und Bestandsanalyse unter anderem „ihre Entwicklungsziele für den Einzelhandel und die Standorte für die weitere Entwicklung des Einzelhandels fest“, wird in der Verwaltungsvorlage erklärt. Das Konzept sei somit „die Basis für eine gezielte verträgliche und städtebaulich-funktionale Einzelhandelsentwicklung in der Gemeinde“.

Bauamtsleiter: Noch keine konkreten Interessenten

Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen machte während der Ratssitzung noch einmal deutlich, dass es bisher noch keine konkreten Interessenten für eine Ansiedlung im angedachten Abschnitt an der Lindenstraße gebe. Er gehe jedoch davon aus, dass sich solche in absehbarer Zeit melden werden, wenn das Planverfahren im Gemeinderat immer weiter voranschreite.