Noch drei Vorstellungen Dee Speeldeel geht in Vörden auf Geisterjagd

Von Hans Schmutte

Der Geist hat Angst, von den Ghosthuntern einfach weggeblasen zu werden. Fotos: Hans SchmutteDer Geist hat Angst, von den Ghosthuntern einfach weggeblasen zu werden. Fotos: Hans Schmutte

Neuenkirchen-Vörden. Voll auf ihre Kosten kommen die Zuschauer in dem Stück „Dode Fruuns drinkt nich!“ Diese herrlich schaurige Komödie in drei Akten führt Dee Speeldeel Vörden in diesem Jahr in der Schützenhalle auf. Die ersten Aufführungen am vergangenen Wochenende waren große Erfolge, mit viel Gelächter und Applaus.

Eigentlich hat Sabine (gespielt von Sarah Schmitz) allen Grund, sich über die neue Wohnung und einen guten Job zu freuen, wäre da nicht die dominante, ständig meckernde Mutter (Anneke Eisele) mit Tante Heide (Elisabeth Oevermann) im Schlepptau. Und zu allem Überfluss spukt es noch in der Wohnung. Der Geist der Vormieterin (Sabine Heine) wohnt dort noch, kann aber nur von Sabine gesehen und gehört werden. Da ist es nicht verwunderlich, das Sabine, die sich mit einem angeblichen Geist unterhält, auch von ihrer eigenen Mutter für verrückt erklärt wird. Schließlich war sie als Kind schon so wunderlich und hat mit Feen gespielt.

Langsam wird allen Beteiligten auf ebenso amüsante wie unheimliche Art klar, dass es in der Wohnung nicht mit rechten Dingen zugeht. Offensichtlich gibt es zwischen Himmel und Erde mehr, als man gemeinhin glaubt oder sieht.

Zarte Bande

Die gemeinsamen Bemühungen, Mutter in die Schranken zu weisen, lassen Sabine und den Geist Freundinnen werden. Auch zwischen dem Vermieter, Herrn Sahlfeld (Gerd Lohaus) und Sabine entwickeln sich zarte Bande. Für zusätzlichen Schwung aber auch Verwirrung sorgt Putzfrau und Geisterbeschwörerin Dunja Paslowski (Monika Diersen) mit ihrem Temperament. Sie hat nicht nur ein gutes Herz, sondern auch ein besonderes Gespür für den Geist.

Um Tochter Sabine von dem Geist zu befreien, heuert Mutter heimlich Ghosthunter an. Tante Heide wirft die Frage auf, ob es nicht Mord ist, wenn der Geist „eliminiert“ wird – oder ist das schon ein Toter?

Auch wenn der Geist die Freuden des Lebens nicht mehr genießen kann („Ick kann nich es mehr supen), möchte er sich aber nicht einfach von den Geisterjägern wegblasen lassen. Wie aber soll er den Schritt ins Jenseits schaffen? Da hat Geisterbeschwörerin Dunja ihren großen Auftritt. Ihre Bemühungen machen das Chaos komplett. Das kann nicht zu einem guten Ende führen – oder doch?

„Dode Fruuns drinkt nich“ ist ein Stück, dessen Rollen den Darstellern der Speeldeel wie auf den Leib geschnitten sind. Sie gingen in ihren Rollen auf. Und das kam beim köstlich amüsierten Publikum an.

Haben kein gutes Verhältnis: Mutter (li., Anneke Eisela) und Sabine (Sarah Schmitz)

Für die drei Vorstellungen am kommenden Wochenende sind noch Restkarten zu haben. Die Termine sind am Samstag, 3. März 2018, um 19.30 Uhr, Sonntag, 4. März, um 15 und 19.30 Uhr, sowie am Samstag, 10. März, um 19.30 Uhr.