Gesina Köß zu Gast Vördener Landfrauen begeistert von der „Disco-Oma“

Von Steffen Oevermann

Gesina Köß als „Disco-Oma“ vor den Landfrauen im Ackerbürgerhaus. Foto: Steffen OevermannGesina Köß als „Disco-Oma“ vor den Landfrauen im Ackerbürgerhaus. Foto: Steffen Oevermann

Neuenkirchen-Vörden. Viel zu lachen gab es für die Landfrauen Vörden bei einem Auftritt der Emsländerin Gesina Köß in ihrer Rolle als „Disco-Oma“.

Vörden gefiel ihr so gut, dass sie gleich ein ganzes Jahr bleiben möchte - ausreichend „Unnebüxen“ habe sie dafür im Gepäck. Mit diesen Worten begann Gesina Köß ihren unterhaltsamen Auftritt im Ackerbürgerhaus vor den Augen von rund 50 Landfrauen. Gleich mit ihrem ersten Sketch sorgte die 75-Jährige aus Esterwegen, besser bekannt als „Disco-Oma“, für zahlreiche Lacher.

„Wir Frauen aus Esterwegen brauchen nur eine Unnebüx im Monat“, so Köß. Daher seien zwölf Unterhosen über das Jahr gesehen ausreichend, die jedoch passend zum Monat gestaltet. Und so zog Köß sehr zum Gefallen der Vördener Landfrauen eine Büx nach der anderen aus ihrem Koffer. Passend zum Frühling mit Blumen verziert, zu Ostern dürfen natürlich keine Ostereier fehlen und im Juni ist in Esterwegen selbst die Unterhose mit dem Emblem des heimischen Schützenvereins versehen – schließlich steht das Schützenfest in diesem Monat an. Der Spruch „Gut Schuss“ habe in einer Unterhose dazu noch eine ganz andere Wirkung, lachte Köß.

Gesina Köß brauchte nicht lange, um die Landfrauen in Vörden, die sich vorher bei Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, auf ihre Seite zu ziehen. Dafür ist sie mittlerweile viel zu sehr Profi. Seit fast 15 Jahren tritt sie als „Disco-Oma“ bis zu 150 Mal im Jahr auf und hat dabei noch immer merklich Spaß daran. Ihre Gage sowie zusätzliche Spenden der Zuschauer gibt die junggebliebene 75-Jährige an SOS-Kinderdörfer weiter. Angefangen mit den ersten Anfragen nach weiteren Auftritten neben ihrer Tätigkeit in der Bütt beim Karneval hat Köß mit der von ihr geschaffenen Kunstfigur „Margret Speckmann“ bereits das „Haus Esterwegen“ in einem SOS-Kinderdorf in Mosambik mit 65 000 Euro komplett finanziert. Aktuell möchte die Esterwegerin in Bosnien und Herzegowina ein Projekt für auf der Straße lebende Kinder und Jugendliche unterstützen.

Genau deshalb steht Gesina Köß Tag für Tag auf die Bühne und unterhält mit ihrer bemerkenswerten Gabe ihr Publikum. Sie feixt, sie singt Lieder, erzählt Anekdoten, und zwar alles auf Platt. Und sie berichtet von Veränderungen. „Früher sagte der Hausarzt zu mir, dass ich meinen Oberkörper frei machen soll, heute soll ich nur noch die Zunge rausstrecken.“ Genau wegen dieser Sprüche und dieser Art und Weise ihres Humors kommt sie in der Region und an dem unterhaltsamen Nachmittag in Vörden so gut an.