Kostümwettbewerb und Männerballett Maskenball begeistert die Feiergemeinde in Vörden

Die Gewinner des Kostümwettbewerbs bei dem diesjährigen Maskenball ist die Gruppe „H5N8 Vogelgrippe“.Foto: Dennis BrömlageDie Gewinner des Kostümwettbewerbs bei dem diesjährigen Maskenball ist die Gruppe „H5N8 Vogelgrippe“.Foto: Dennis Brömlage

Neuenkirchen-Vörden. Um Punkt 20 Uhr und 1x11 Minuten schwebte „Der Schah von Persien“ alias Stefan Bogott in die prall gefüllte Hinnenkamper Schützenhalle ein, um die rund 250 Vördener Jecken zum Maskenball zu begrüßen.

Ohne Umschweife kündigte Bogott das erste Highlight des Abends an: Den Einzug des neu besetzten Elferrats, der von der ebenfalls neu aufgestellten Vördener Funkengarde in den Festsaal geführt würde. Letztere sorgte mit ihrer fantastischen Darbietung für Standing Ovations unter den Vördener Jecken. Der Dank galt natürlich auch den Trainerinnen Louisa Brune und Antje Buck.

Es folgte der Einzug der Masken. Zwei Gruppen machten sich in diesem Jahr auf den Weg nach Vörden, um die Feiergemeinde vor die schwierige Frage zu stellen: Wer verbirgt sich hinter den Maskierungen? Und die Gruppen hatten „schweres Gerät“ dabei, denn das Team „Cool Runnings“ hatte ihren Bob im Gepäck und die Krankenschwestern von „OP-Team 06“ brachten gleich ihren Patienten samt Bett mit. Dem Elferrat fiel die Entscheidung schwer, doch schließlich machten die Jungs von „Cool Runnings“ das Rennen.

Auch die Prämierung der Kostümgruppen stellte den Elferrat vor große Herausforderungen, denn die Vördener Närrinnen und Narren hatten sich kreative Themen und Verkleidungen ausgedacht. Natürlich durfte das lokale Thema „Bankensprengung“ nicht fehlen und wurde gleich von mehreren Gruppen fantasievoll umgesetzt. Ganz vorne sah der Elferrat allerdings ein anderes Motto. Die Hühner und Ärzte der Gruppe „H5N8 Vogelgrippe“ überzeugte mit dem Leitspruch „Sind die Eier plötzlich eckig, geht’s den Hühnern ganz schön dreckig“ auf ganzer Linie.

Der nächste Showact blieb den Vördener Tanzmädchen vorbehalten. Mit einer Mischung aus Akrobatik und Streetdance mischten die jungen Vördenerinnen das Publikum auf, dessen lautstarke Forderung nach einer Zugabe natürlich bedient wurde. Etwas weniger rhythmisch, aber nicht minder interessant war, was sich den Gästen im Anschluss bot: Den krönenden Abschluss des offiziellen Showprogramms bildete der Auftritt des Vördener Männerballetts, das dem Maskenball in diesem Jahr zum zweiten Mal besuchte. Englein und Teufelchen traten in einen Tanzwettstreit, mit dem sie die Herzen der Zuschauer eroberten. Bei der heftig geforderten Zugabe gesellten sich auch die Trainerinnen Merke Rehling und Miriam Diersen dazu.

Dass sich der Vördener Maskenball immer größerer Beliebtheit erfreut, ist auch den Carnevalisten aus Neuenkirchen nicht verborgen geblieben. Daher verwundert es nicht, dass der amtierende Prinz des Clubs Neuenkirchener Narren, der sich mit seinem Gefolge den nach Vörden gemacht hatte, in seinem Grußwort folgendes feststellte: „Als mich mein Hofstaat vor die Frage stellte, ex oder Vörden, da habe ich ganz langsam getrunken“. Und da sein Hofnarr leider verhindert war, ließ es sich Prinz Michael nicht nehmen, selbst den traditionellen Purzelbaum zu schlagen.