Auftrag für Stele erteilt Vördens 675-Jahr-Feier wird in Stein gemeißelt

Von Hans Schmutte

Entwürfe und Modell der geplanten Stele zeigen (von links) Bürgermeister Ansgar Brockmann, Volker und Charlotte Voigt, Manfred Stahl und Heinrich Brand. Fotos: Hans SchmutteEntwürfe und Modell der geplanten Stele zeigen (von links) Bürgermeister Ansgar Brockmann, Volker und Charlotte Voigt, Manfred Stahl und Heinrich Brand. Fotos: Hans Schmutte

Neuenkirchen-Vörden. Vörden bekommt an zentraler Stelle im Ort ein etwa 1,80 m großes Kunstwerk aus Sandstein, das an die 675-Jahr-Feier 2016 erinnert und von dem Steinmetzmeister Volker Voigt und seiner Tochter, der Kunsthistorikerin Charlotte Voigt gefertigt wird.

„Mit einem beeindruckenden Fest hat Vörden 2016 sein 675-jähriges Jubiläum gefeiert. Der Wunsch, an dieses große Ereignis eine bleibende Erinnerung zu schaffen, wird jetzt in die Tat umgesetzt“, nennt Bürgermeister Ansgar Brockmann den Grund für den jetzt erteilten Auftrag für die Sandtsteinstele.

Im Vorfeld waren der Öffentlichkeit, zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt, drei Entwürfe vorgestellt worden. Dabei hatte sich allerdings kein Favorit in der öffentlichen Meinung herauskristallisiert. So entschied sich ein Gremium um den Bürgermeister für den Entwurf, der nach Brockmanns Worten den Ort Vörden so darstellt, wie er ist. Volker Voigt freute sich, dass man sich für diesen Vorschlag entschieden hatte, „da Vörden genau das ist, was diese Stele ausdrückt“, sagte er.

Ortsprägende Motive

Der Kopf der Stele wird neben den beiden örtlichen Kirchen von dem alten Rathaus und dem Ackerbürgerhaus gebildet werden. Auf einem Seitenteil des Kunstwerkes werden Ortswappen und die Jahreszahlen 1341 – 2016 erhoben ausgearbeitet. Alles andere wird als Vertiefung in den Stein gearbeitet. Die zweite Seite soll an die Vördener Handwerkstraditionen der Fleischer und Pflasterer erinnern. Die nächste Seite wird das moderne Vörden mit Naturbad, Schule und Busbahnhof zeigen. Die letzte Seite ist für Motive aus der Landwirtschaft vorgesehen.

Da die Gremiumsmitglieder Heinrich Brand und Manfred Stahl gerne noch den alten Burgstall auf der Stele sehen würden, sind noch kleinere Änderungen zu erwarten. Der Auftrag für die Erstellung der Stele wurde Volker und Charlotte Voigt erteilt. Sie wird aus einem Stück gefertigt, wobei Volker Voigt sich für einen Ibbenbürener Sandstein entschieden hat. Bei genügend hohem Quarzanteil sei dieser besonders unempfindlich, erläuterte er. Gegen äußere Einflüsse, dazu zählen auch Farbschmierereien, wird das fertige Kunstwerk abschließend imprägniert. Ob ein Schutz gegen mutwillige Beschädigungen erforderlich ist und wie dieser gegebenenfalls aussehen soll, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Charlotte Voigt rechnet mit einer Dauer von rund einem Jahr für die Erstellung der etwa 1,80 Meter hohen Sandsteinstele. Die Kantenlängen werden rund 40 mal 40 Zentimeter betragen. Das genaue Aussehen des fertigen Werkes lässt sich nach ihren Worten nicht vorhersagen, da sich Feinheiten während der Arbeit entwickeln würden und auch der Stein einiges vorgebe.

Volker Voigt ist Mitinhaber der Steinmetzfirma Voigt & Feldker aus Neuenkirchen-Vörden. Arbeiten der Firma wurden unter anderem 2017 erfolgreich auf der Bundesgartenschau in Berlin ausgestellt. Für die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn wurde bereits Vorschläge eingereicht.

Der Entwurf für die geplante Stele.

Die Finanzierung des etwa 10.000 Euro teuren Kunstwerkes soll aus Spenden, Zuschüssen und der Gemeindekasse erfolgen. Spenden können unter Angabe des Verwendungszwecks auf das Gemeindekonto bei der örtlichen Volksbank eingezahlt werden. Die IBAN lautet: DE 87 2806 7068 0002 9130 00.