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Diskussion um Schulkonzept Gemeinderat stimmt Erweiterung der Grundschule Vörden zu

Von Steffen Oevermann | 21.12.2018, 13:32 Uhr

Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat in Neuenkirchen-Vörden für die Erweiterung der Grundschule Vörden gestimmt.

Das Bauvorhaben soll nach den im Schulausschuss vorgestellten Plänen des Ingenieurbüros Rechtien 1,93 Millionen Euro veranschlagen und in drei Bauabschnitten erfolgen. Es gab jedoch auch Kritik an den Plänen und dem darin berücksichtigten Schulkonzept der Jahrgangsbereiche.

Bei den Plänen zur Erweiterung der Grundschule Vörden hatte sich die Variante entlang der Osnabrücker Straße durchgesetzt. Eine Erweiterung in Richtung Schulstraße wurde verworfen, da diese keine optimalen Unterrichtsbedingungen biete und zudem eine zwischenzeitliche Auslagerung in mobile Unterrichtscontainer notwendig gemacht hätte. Bereits im Schulausschuss hatten zahlreiche Vördener Eltern Bedenken, insbesondere bei der Gestaltung des Schulhofes, geäußert. Bürgermeister Ansgar Brockmann machte jedoch nochmals im Rat deutlich, dass bei der tatsächlichen Planung eine „qualitative Besserung“ des Schulhofes angestrebt werde und diese auch zwingend notwendig sei.

„Wir haben die Pläne ausführlich besprochen und wir sind der Meinung, dass die uns im Schulausschuss vorgestellte Variante die beste Variante ist. Seit zwei Jahren reden wir über dieses Thema, nun lasst uns endlich Nägel mit Köpfen machen“, sagte Nicole Karadag (SPD). Allerdings müssten auch die Sorgen der Eltern ernst genommen und die Eltern bei den endgültigen Planungen mit einbezogen werden. Auch Renate Pohlmann (CDU) stellte klar, dass der Entwurf des Planungsbüros „die beste Lösung“ sei.

Kritik äußerte jedoch Ratsherr Heinrich Hoppe (IGNV). „In großen Teilen kann ich der Planung zustimmen. Jedoch nicht, dass das alte Schulhaus an seiner schönsten Seite aufgerissen werden soll“, so Hoppe. „Wir sollten unsere alten Gebäude und Fassaden wahren und schützen.“ Neben Hoppe enthielt sich auch Heinrich Fehrmann (ebenfalls IGNV) der Stimme.

Kontrovers diskutiert wurde auch das in den Erweiterungsplänen berücksichtigte pädagogische Schulkonzept der Jahrgangsbereiche. Dieses sieht vor, dass klassenübergreifend in den Jahrgängen gearbeitet wird. Hierfür werden Gruppenräume benötigt. „Diese Arbeiten finden momentan auf dem Flur statt“, wusste Helga Globisch (SPD) zu berichten. Der Gemeinderat stimmte bei drei Enthaltungen für den zusätzlichen Beschluss, dass die Umsetzung des Schulkonzeptes in den Erweiterungsplänen berücksichtigt werden soll.

„Wir wollen für die Zukunft der Vördener Grundschule einen Grundstein legen. Daher ist es wichtig, dass wir uns hinter dieses Konzept stellen“, so Hermann Schütte (SPD). Nicole Karadag ergänzte, dass die Arbeit sich in den Schulen stark verändert habe und die Vördener Grundschule mit ihrem pädagogischen Konzept sich auf dem richtigen Weg befinde. Kritik gab es seitens der IGNV. „Wir müssen uns auch fragen, ob das Konzept finanziell umsetzbar ist“, meinte Josef Schönfeld. Die Baukosten müssten im Rahmen gehalten werden und zusätzliche Kosten im Bereich von 500.000 Euro seien nur schwer zu rechtfertigen. Heinrich Hoppe merkte zudem an, dass „pädagogische Konzepte sich im Laufe der Zeit auch häufiger ändern“ würden. Widerspruch zu der Kritik gab es von Bernhard Wessel (CDU). „Wir investieren die zwei Millionen Euro in ein neues Schulgebäude, in dem nach dem schuleigenen Konzept gearbeitet werden kann und nicht zwei Millionen Euro für ein Konzept“, so Wessel.