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Mitarbeiter des Bundesamtes eingeladen Atommüll-Endlager am Mittwoch Thema im Ausschuss in Meppen

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Werden bald Fässer mit radioaktiven Abfällen im Emsland endgelagert? Glaubt man der Anti-Atom-Organisation „.ausgestrahlt“, gibt es im Landkreis fünf Orte, an denen der Boden so beschaffen ist, dass dies theoretisch möglich ist. Symbolffoto: Julian Stratenschulte/dpaWerden bald Fässer mit radioaktiven Abfällen im Emsland endgelagert? Glaubt man der Anti-Atom-Organisation „.ausgestrahlt“, gibt es im Landkreis fünf Orte, an denen der Boden so beschaffen ist, dass dies theoretisch möglich ist. Symbolffoto: Julian Stratenschulte/dpa

Meppen. Das Thema Atommüll-Endlager wird die Mitglieder des Umweltausschusses des Landkreis Emsland auf ihrer Sitzung am Mittwoch, 28. November 2018, im Kreishaus in Meppen (15 Uhr, Sitzungszimmer 1) beschäftigen.

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte mit Verweis auf die Berichterstattung der NOZ, wonach es fünf potenzielle Standorte im Emsland und drei in direkter Nachbarschaft gibt, einen Bericht eingefordert.

Der Landkreis hat, wie in dem Antrag gefordert, einen Mitarbeiter des zuständigen Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) mit Sitz in Berlin und Salzgitter zu der Sitzung eingeladen. Ob dieser kommt, bleibt indes unklar. „Unsere Anfrage an das BfE blieb leider unbeantwortet. Insofern ist zwar davon auszugehen, dass von dort niemand an der Sitzung teilnehmen wird, aber sicher wissen wir es nicht“, teilte Annja Rohde, Sprecherin des Landkreis Emsland, auf Nachfrage am Dienstag mit.

Ausschuss soll Endlager ablehnen

Der Landkreis empfiehlt den Ausschussmitgliedern laut Vorlage, zu beschließen, einen Endlagerstandort im Landkreis Emsland abzulehnen und das BfE aufzufordern, keine „Teilgebiete“ im Landkreis Emsland für eine nähere Erkundung auszuwählen.


Im Nachgang der Berichterstattung hatten sich bereits die Samtgemeinden Lathen und Sögel, auf deren Gebiet es drei mögliche Standorte gibt (Wahn, Neusustrum, Oberlangener Tenge), sowie Herzlake deutlich gegen ein solches Vorhaben ausgesprochen. Auch in der Stadt Lingen, wo es in Baccum entsprechende geeignete Bodenbeschaffenheiten geben soll, entbrannte im Stadtrat eine Debatte. Ebenfalls zu finden auf einer Liste, welche von der Anti-Atom-Organisation „.ausgestrahlt“ veröffentlicht worden ist, sind Wietmarschen-Lohne (Grafschaft Bentheim), Bunde (Landkreis Leer) und Bippen (SG Fürstenau).


Quelle: ausgestrahlt.de/Grafik: NOZ/Heiner Wittwer



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