Ein Artikel der Redaktion

Zwei große Straßenbauprojekte Zur Bilanz im Emsland: Es bleibt noch viel zu tun

Meinung – Hermann-Josef Mammes | 13.06.2016, 19:55 Uhr

Die Bilanz des emsländischen Kreistagses kann sich durchaus sehen lassen. Bei aller Euphorie sollte man jedoch nicht verkennen, dass einige Projekte zwar angeschoben, aber noch längst nicht verwirklicht sind.

Das gilt zu allerst für den vierspurigen Ausbau der Europastraße 233. Zwar schaffte das Großprojekt die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan, trotzdem hat sich der ursprünglich anvisierte Zeitplan schon mehrfach verzögert. Dabei muss man den Emsländern zugestehen, dass sie ihre Hausaufgaben offensichtlich schneller abarbeiten als ihre Partner in der Cloppenburger Kreisverwaltung. Unklar ist weiterhin, ob die Finanzierung mit einem PPP-Modell (öffentlich-private Partnerschaft) gelingt. Der tatsächliche Startschuss für das 719 Millionen Euro teure Vorhaben erfolgt insofern erst mit dem Spatenstich für den ersten Teilabschnitt von der Emslautobahn zur Bundesstraße 70 in Meppen.

Zu den Infrastrukturmaßnahmen der Zukunft zählt zudem die Verlegung der Rheiderlandstraße in Papenburg. Die Meyer Werft ist der große Taktgeber der Wirtschaft - speziell im nördlichen Emsland und benachbarten Ostfriesland. Das Vorzeigeunternehmen kann sich nur erweitern, wenn die Kreisstraße ein erneutes Mal verlegt wird. Bislang ist leider nicht erkennbar, dass Landkreis und Stadt Papenburg dieses Straßenbauprojekt zügig realisieren werden. Nicht nur diesen beiden Großvorhaben werden den neuen Kreistag stark beschäftigen.