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Vielfalt trifft auf Vielfalt Posterausstellung zum Hotspot-Projekt in Meppen

Von Tobias Böckermann | 15.06.2016, 13:32 Uhr

Studenten der Uni Osnabrück haben die Naturschutz-Posterausstellung „Vielfalt trifft auf Vielfalt“ erarbeitet. Darin beschäftigen sie sich mit dem Hotspot 22-Projekt im Emsland.

Das südliche Emsland und die nördliche Westfälische Bucht bilden eine der 30 Regionen, die wegen ihrer Vielfalt an Arten und Lebensräumen als Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland definiert wurden. Sand als Lebensgrundlage ist dabei das verbindende Element. Magere Wegesäume mit blühenden Berg-Sandglöckchen und Heiden, in denen das Schwarzkehlchen brütet, sind typisch für die Landschaft im „ Hotspot 22 “. Das Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ will diese und weitere Lebensräume fördern und vernetzen.

Seit einigen Tagen sind nun 22 sehr unterschiedliche Motive im Meppener Kreishaus zu sehen, die sich mit dem Hotspot 22 beschäftigen. Bei der Eröffnung der Ausstellung waren neben Vertretern des Kreisumweltausschusses auch Franziska Oßenbrink, Studienkoordinatorin Landschaftsentwicklung von der Uni Osnabrück und der Hotspot-Leiterin Maike Hoberg auch Kreisbaudezernent Dirk Kopmeyer und der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde, Ludger Pott, dabei.

22 Studenten, 22 Plakate

Dass 22 Plakate von 22 Studenten entworfen wurden und dies für den Hotspot 22, sei Zufall berichtete Maike Hoberg. Allen Studenten sei freie Hand bei der Wahl des Themas und der Gestaltung gelassen worden. Julia Hellbach zum Beispiel hat sich mit dem Wegsaum als verbindendes Element beschäftigt und Möglichkeiten erarbeitet, wie man neue Säume anlegen kann.

Martin Wesselink hat den Lebensraum Flussauen beleuchtet, andere Studenten die Ems als Sandfluss oder Trittsteinbiotope in der Landschaft bearbeitet. Alle Poster nutzen eine ganze eigene Bild- und Gestaltungssprache.

Bernd van der Ahe, Vorsitzender der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland, lobte die Studenten für ihre Entwürfe, die allesamt geeignet seien, auf die bedrohte Vielfalt der Sandlebensräume hinzuweisen und Begeisterung zu wecken.