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Umfrage in Meppen Wenig Nachfrage nach besonderem EM-Styling

Von Heiner Harnack, Heiner Harnack | 11.06.2016, 15:14 Uhr

Fußball-Fans werden ihre Fahrzeuge weiter mit Deutschland-Fähnchen, Wimpeln, Aufklebern, Schals und selbst Schonbezügen in Schwarz-Rot-Gold für die Außenspiegel ausstatten. Wie sieht es aber mit dem eigenen modischen Styling zur EM aus? Eine Umfrage in Meppen zeigt, dass es bisher eher verhalten in Friseursalons und Tattoo-Studios zugeht.

Friseur-Meister Ulf Mensing, dessen Vater den Salon vor 50 Jahren in der Hansastraße gegründet hatte, sagt, dass es bei einem ausgefallenen Wunsch auch darauf ankäme, ob er diesen selbst optisch unterstützen könne. „Wenn der Kunde später sagt, das Design ist von Mensing und ich kann nicht dahinter stehen, dann machen wir es nicht.“ Und es müsse immer zum jeweiligen Typ passen, will der Friseurmeister dafür sorgen, dass die Fußball-Fans zuhause oder beim Public Viewing „wirklich gut aussehen“.

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Logo des Lieblingsvereins als Tattoo

Alma Krause, Leiterin des Salons in der Matthias-Claudius-Straße, berichtet, dass schon einige jüngere Männer den Wunsch geäußert hätten, das Logo des Lieblingsvereins einrasieren zu lassen. „Es gibt auch junge Frauen, die an einer Seite die Haare wegrasieren lassen, um ihren Helden auf dem Platz zu zeigen, wie sehr sie hinter ihnen stehen.“ Natürlich käme auch schon einmal der Wunsch nach der Deutschland-Fahne zum Tragen oder nach den sogenannten „Tribals“, die an Tattoos erinnerten. Dies seien in der Regel Personen bis zum Teenager-Alter, die solche Modeschnitte bestellen“, meint Krause, die bei älteren Kunden keinerlei Nachfrage zur EM erwartet.

Männer schauen ab und zu vorbei

Expertin in Sachen Tattoos ist Karina Egbers, die ihr Studio in der Obergerichtsstraße betreibt und bisher auch keine Nachfragen zu EM-Stylings zu verzeichnen hat. „Ich habe aber schon SVM-Torhüter Benny Gommert tätowiert“, erzählt sie, ohne auf nähere Einzelheiten des Tattoos einzugehen. Ab und an schauten Männer vorbei, die nach dem Tattoo eines Fußballers, den sie verehren, fragten.

Kunden zum Public Viewing?

August Theismann in der Herzog-Straße hat überhaupt keine Nachfragen zu verzeichnen. „Zum Public Viewing kommen vielleicht ein paar junge Kunden und wollen etwas geschminkt werden“, so der Friseur-Meister.

Fußball-Logo auf dem Kopf?

Friseur Jörg Vester in der Marienstraße berichtet, dass in den nächsten Tagen ein Kunde vorbei schauen werde, „der schon einmal nach einem Fußball-Logo angefragt hat.“ Das genaue Styling sei noch nicht festgelegt, so Vester, der einen Frisierumhang in Form der Deutschland-Fahne für die Fußball- Enthusiasten bereit hält.

Letzte Station unserer natürlich nicht repräsentativen Umfrage ist der Salon von Obermeister Gunnar Ewers in der Haselünner Straße. „Da werden noch die Kinder kommen, wenn es vor allen Dingen zum Public Viewing geht“, ist sich Ewers sicher.