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Streit um Schweinemastanlage gewonnen Gemeinderat Dohren feiert „Sieg“

09.09.2011, 12:21 Uhr

Zum Auftakt der Gemeinderatssitzung in Dohren hat Bürgermeister Johannes Dieker die Ratsmitglieder mit einem Glas Sekt überrascht.

„Wir haben heute etwas zu feiern“, gab er bekannt. Die Gemeinde Dohren hat den fast fünf Jahre währenden Rechtstreit um die Errichtung einer Schweinemastanlage mit 9900 Mast-, 1200 Sauen- und 4500 Ferkelplätzen endgültig gewonnen. „Der diesbezüglich aufgestellte Bebauungsplan ist rechtskräftig und die Frist zur Einreichung einer Normenkontrollklage ist abgelaufen“, ergänzte Gemeindedirektor Ludwig Pleus.

Im Mittelpunkt der anschließenden Sitzung stand eine Power-Point-Präsentation über den Naturpark „Terra Vita“. Die Gemeinde Dohren hatte im Februar 2010 beschlossen, Mitglied in diesem Naturpark zu werden. Dessen Geschäftsführer Hartmut Escher berichtete über die Vorteile einer Mitgliedschaft. Die Förderhöhe für Maßnahmen im Naturpark liegt bei 80 Prozent, in Leaderregionen bei maximal 50 Prozent der Nettokosten. „Im Gemeindegebiet Dohren und Herzlake liegen attraktive Flächen des Hahnenmoores, die touristisch noch besser genutzt werden könnten“, sagte Escher und versprach, diesbezüglich Hilfestellung zu leisten.

Im Lauf der Sitzung stimmte der Gemeinderat einer überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von rund 3700 Euro zu, die aufgrund Mehrkosten beim Endausbau des Baugebietes „Auf der Ahe Teil IV“ Moorkamp entstanden sind. Alle Ratsmitglieder zeigten sich mit dem Endausbau sehr zufrieden, auch Anwohner sprachen von einer gelungenen Maßnahme. Weiterhin beschloss der Rat einstimmig die Außenbereichssatzung „Andruper Straße/Finkenweg“. Der bisherige Geltungsbereich wurde geringfügig erweitert.

Bürgermeister Dieker bedankte sich bei allen Akteuren, die zum dritten Platz beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beigetragen haben. Außerdem bedankte er sich bei allen Helfern und dem Förderverein der Grundschule Dohren, die ehrenamtlich eine 50-Meter-Laufbahn mit Weitsprunggrube auf dem Schulgelände errichtet haben.