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Stadtrat hebt Abwassergebühren an Parken in der Meppener Innenstadt wird teurer

Von Hermann-Josef Mammes | 11.11.2017, 14:30 Uhr

Die Stadt Meppen erhöht die Parkgebühren zum 1. Januar 2018. Das hat der Meppener Stadtrat am Donnerstag mit breiter Mehrheit beschlossen.

Lediglich die drei Ratsmitglieder der FDP/BfM-Fraktion lehnten es ab. Betrieben werden die innerstädtischen Parkplätze von den Stadtwerken Meppen. Dessen Geschäftsführerin Mechthild Wessels wies darauf hin, dass der Bereich „Parken“ ein jährliches Defizit von 240.000 Euro aufweise. Besserung sei auch in den kommenden Jahren nicht in Sicht. Die Parkgebühren seien seit den 1980-er Jahren nicht erhöht worden.

Parker zahlen in Zukunft für die erste halbe Stunde 30 Cents (bisher: 25 Cents). Für die erste Stunde werden 80 Cents (bisher: 50 Cents) fällig. Für jede weitere halbe Stunde fallen weitere 50 Cents an. Bislang musste der Autofahrer erst für jede weitere Stunde 50 Cents berappen.

Der Tageshöchstsatz beläuft sich auf 5 Euro (bisher: 4 Euro). Die Sätze für Dauerparker bleiben stabil. Die Stadt rechnet mit Mehreinnahmen von 350.000 Euro pro Jahr. „70 Prozent der Meppener Parker fahren nach 90 Minuten wieder fort“, so Wessels. Sie müssten dann 1,30 Euro statt 1 Euro bezahlen.

Günstige Sätze

CDU-Ratsherr Rainer Fübbeker hält die Meppener Gebühren „im Vergleich zu anderen Städten noch für sehr günstig“. Auch Johannes Hessel (SPD) lobte das „gute Parkleitsystem mit guten Parkplätzen“ in der Kreisstadt. Ganz anders sieht dies die FDP/BfM-Fraktion. „Sie schaffen damit für Kunden Anreize, dass sie zum Einkauf nach Nödike oder Haren fahren statt in die Meppener Innenstadt“, sagte Rainer Levelink. Jutta Oestreicher forderte mehr Kreativität bei der Gebührenordnung. So könne sie sich eine kostenfreie erste Parkstunde vorstellen.

Abwasser wird teurer

Ohne Gegenstimme verabschiedete der Stadtrat hingegen die Erhöhung der Abwassergebühren. Der Gebührensatz erhöht sich für die Meppener damit um 6,25 Prozent auf 6,60 Euro pro Kubikmeter.

Laufbahn im Baugebiet

Für erheblichen Diskussionsbedarf sorgte ein Antrag des Grünen-Ratsherrn Martin Tecklenburg. Pläne der Stadt sehen nach dem Umzug des SV Union Lohne vom alten Stadion in den neuen Sportpark an der Versener Sraße, dass das alte Stadion als Wohnbaugebiet genutzt wird. Tecklenburg beantragte in das Baugebiet eine 75-Meter-Laufbahn, eine Weitsprung- sowie eine Kugelstoßanlage zu integrieren. Im Gegenzug könnten dann zwei Baugrundstücke weniger ausgewiesen werden. Von der kleinen Sportstätte würden jedoch die Anne-Frank-Schule und die Marienschule enorm profitieren. Sie könnten weiterhin ihren Sportunterricht dort durchführen. Der Weg zum neuen Sportpark sei hingegen einfach zu weit. Es entbrannte eine Diskussion im Stadtrat über den tatsächlichen Flächenbedarf für die Laufbahn. Auf Vorschlag von Bürgermeister Helmut Knurbein soll dies im Rahmen des Bauleitverfahrens im Planungs- und Bauausschuss ermittelt werden.

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