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Stadt verleiht Ehrenmedaille Freilichtbühne Meppen ist das zweite Zuhause von Nothard Kaßburg

Von Mascha Abeln | 05.09.2021, 14:17 Uhr

Im feierlichen Rahmen hat die Stadt Meppen zum dritten Mal an einen Bürger die Ehrenmedaille für besonderes bürgerschaftliches Engagement verliehen.

In diesem Jahr wählte der Stadtrat Nothard Kaßburg als Empfänger aus, der sich seit seinem 14. Lebensjahr um die Emsländische Freilichtbühne verdient macht. Auf der neuen Freilichtbühne wurde auch die Medaille überreicht.

Kaßburg, der seit 1998 das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden bekleidet und sich sowohl auf als auch hinter der Bühne einen Namen gemacht hat, sei "ein Allrounder, der mit der Bühne groß geworden ist - oder die Bühne mit ihm", wie es Bürgermeister Helmut Knurbein beschreibt. Er berichtete auch von einer Aufführung im Jahr 1985, als Kaßburg eine der Hauptrollen in "Max und Moritz" spielte und, als versehentlich die falsche Kulisse in den Fokus gedreht wurde, geistesgegenwärtig mit folgendem Spruch reagierte: "Dies war der falsche Streich und der richtige folgt zugleich!".

Auch Kaßburgs langjähriger Wegbegleiter und Vorstandsvorsitzender der Freilichtbühne, Jürgen Lilge, kramte einige alte Geschichten hervor und machte wie bereits Knurbein deutlich, dass die Freilichtbühne Nothard Kaßburgs zweites Zuhause ist.

Bei der Verleihung und in seiner eigenen Ansprache, die von einem musikalischen Rahmenprogramm des Freilichtbühnen-Teams begleitet wurde, zeigte sich der Geehrte bescheiden und stellte die gemeinsame Arbeit der etwa 300 Personen starken Gruppe um die Emsländische Freilichtbühne in den Mittelpunkt. Die 60 geladenen Gäste erwiesen Kaßburg mit minutenlangen stehenden Ovationen die Ehre.

Vor dem theaterbegeisterten Kaßburg erhielten die Ehrenmedaille erst zwei weitere Meppener, und zwar Antonia Gruber für ihren Einsatz beim Meppener Hospiz-Hilfe e.V. und Franz Holtgreve, der nach jahrzehntelangem Engagement in der Seniorenvereinigung auch die Nachbarschaftshilfe Meppen mit ins Leben rief. Mit der Medaille solle, so Bürgermeister Knurbein bei der Verleihung an Nothard Kaßburg, dem bürgerschaftlichen Engagement ein Gesicht gegeben werden.