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Spannende Angebote am WGM Meppener Schüler erleben Wissenschaft in der Praxis

Von Gerd Mecklenborg | 09.09.2016, 14:25 Uhr

Der vierte Wissenschaftstag an der Schule hat den Zwölfklässlern des Windthorst-Gymnasiums in Meppen (WGM) spannende Einblicke in die akademische Berufswelt gewährt. Die Jugendlichen konnten zwischen vielen Angeboten wählen.

Die Schwerpunkt des Wissenschaftstages waren in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) angesiedelt. Vertreter von Hochschulen und Universitäten erläuterten dabei ihre Arbeits- und Forschungsgebiete anhand von praktischen Beispielen. Im Krankenhaus Ludmillenstift besuchten die WGM-Schüler die neurologische Abteilung. Ergänzt wurde der spannende Schultag für „Nicht-Naturwissenschaflter“ durch einen Journalismus-Workshop.

Organisiert hatte den Wissenschaftstag wieder Biologie- und Chemielehrer Mike Horas. Er stellte den Kontakt zu den Gastreferenten her und freute sich „über die spontanen Zusagen der Wissenschaftler, und das große Engagement, mit dem die Referenten hier bei der Sache sind“.

WGM-Schülerin Julia Feldhaus strebt - wie mehrere Schüler eine medizinische Ausbildung an. Andreas Wellmer, Chefarzt der Neurologie, erläuterte der Gruppe im Ludmillenstift diagnostische Verfahren. Dabei durften Julia und ihre Mitschüler unter Anleitung von Maria Meyering ihre eigene Nervenleitgeschwindigkeit messen.

Physikfreaks

Bei Matthias Kuhr, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Osnabrück, waren „Physikfreaks“, wie Felix Schofeld bestens aufgehoben. Das Thema „der Mikrocontroller als Genie unseres Alltags“, faszinierte auch die Mitschüler von Felix, der in seiner Freizeit Computerprogramme schreibt und elektronische Geräte konstruiert. Elektromobilität, Konstruktion, Design, aber auch Marketing und Kommunikation standen beim Workshop von Alexandra Pehlken, die an der Uni Oldenburg forscht und lehrt, auf dem Programm. Hier fühlte sich WGM-Schülerin Sophie Wendt, die bereits für ihr Studium Kontakte zur Hochschule in Chemnitz aufgenommen hat, besonders wohl. Wie Sophie, waren auch die anderen Schüler in ihrer Gruppe, „ganz begeistert, dass dieser Workshop gleich mehrere Fächer bis hin zur Politik und Kunst umfasst“.

Suche nach Schadstoffen

Mit dem Mikroskop machten sich in Chemie und Biologie interessierte Schüler gemeinsam mit Ilka Toepfer und Gottfried Walker (Hochschule Emden/Leer) auf die Suche nach Schadstoffen in Innenräumen. Wer es mehr mit Sprache und Literatur hält, konnte sich bei einem Workshop über den Beruf des Journalisten informieren. Es ging um verschiedene journalistische Stilformen und professionelles Fotografieren. Manfred Fickers, Redakteur bei der Meppener Tagespost, betreute die Gruppe, die den spannenden Schultag medial begleitete.

Schulleiterin Daniela Brüsse-Haustein dankte am Ende des Wissenschaftstages allen Dozenten „dafür, dass Sie unseren Schülern die Gelegenheit gegeben haben in unterschiedliche, teilweise ganz neue Arbeitsgebiete und Forschungszweige hineinzuschnuppern“. Der Workshopcharakter und das authentische Auftreten der Gastreferenten habe bei den Schülern „sehr großen Eindruck hinterlassen“, resümierte Initiator Horas.