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Sozialausschuss berät über Neubauten Meppen plant acht Wohnhäuser für Flüchtlinge

Von PM. | 31.10.2015, 09:45 Uhr

Die Stadt Meppen möchte in den kommenden Monaten acht Wohnhäuser errichten, in denen zunächst Flüchtlinge einziehen können. Der Sozialausschuss wird am Mittwoch, 4. November, um 16 Uhr in öffentlicher Sitzung im Ratssaal über die Pläne beraten.

Rund 430 Asylbewerber hat die Stadt Meppen seit Anfang 2014 aufgenommen. „Bislang konnten für alle Flüchtlinge Wohnungen bereitgestellt werden. Dafür hat die Stadt derzeit 95 Wohneinheiten angemietet, die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen“, teilt die Stadt Meppen mit. Nach den aktuellen Prognosen wird für 2016 ein Zuzug von rund 800 Flüchtlingen in Meppen erwartet. „Für unsere Stadt ist es eine enorme Herausforderung, innerhalb kürzester Zeit entsprechenden Wohnraum zu schaffen“, sagt Städtischer Direktor Matthias Wahmes.

Verwaltung spricht mit Eigentümern

Da die freien Kapazitäten auf dem Wohnungsmarkt begrenzt sind, ist die Verwaltung derzeit in Gesprächen mit mehreren Eigentümern bislang gewerblich genutzter Objekten. Diese Gebäude befinden sich zum Teil in zentral gelegenen Mischgebieten und zum Teil in Gewerbegebieten. „Der große Vorteil dieser Objekte liegt darin, dass hier nur geringe Umbauarbeiten notwendig sind und so kurzfristig neue Unterkünfte geschaffen werden können“, erklärt Wahmes.

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Ein weiterer Baustein ist der Neubau von zunächst acht Wohngebäuden mit insgesamt 48 Wohneinheiten. Diese sollen in massiver Bauweise errichtet werden, da auch langfristig Bedarf für günstigen Wohnraum bestehe.

Reihendoppelhaus am Elsternweg geplant

Die vorgesehenen Standorte verteilen sich gleichmäßig auf die Stadtteile: Auf der Kuhweide sollen Neubauten an der Dalumer Straße südlich des Roten Kreuzes und am Hemberg nahe dem Schöpfwerk entstehen. In Nödike ist ein Mehrfamilienhaus an der Gutenbergstraße und im Bereich Schleuse ein Reihendoppelhaus am Elsternweg südlich des Wachtelweges geplant. In der Neustadt sind je ein Wohngebäude an der Kruppstraße und an der Einmündung des Schlagbrückener Wegs in die Haselünner Straße vorgesehen. Und in Esterfeld sollen ein Mehrfamilienhaus am Schillerring und ein Reihendoppelhaus an der Breslauer Straße entstehen.

Das Investitionsvolumen liegt bei rund 6,5 Millionen Euro. Zwei Gebäude wird die Stadt voraussichtlich in Eigenregie errichten. Für die übrigen sechs sollen private Investoren gesucht werden. Der Sozialausschuss wird am Mittwoch, 4. November, über die Unterkünfte für Flüchtlinge beraten. Zuhörer sind willkommen.